Salat statt Spritze

"Ozempic-Salat" geht viral – macht er wirklich schlank?

Ein Salat mit dem Namen einer Abnehmspritze? Was zunächst verrückt klingt, ist der neueste Food-Trend auf Social Media.
23.10.2026, 13:26
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Du isst einen großen Salat, fühlst dich angenehm satt und hast auch Stunden später noch keinen Hunger. Klingt nach dem perfekten Rezept für alle, die ein paar Kilos verlieren möchten. Auf Social Media wird gerade ein Gericht gefeiert, das genau das verspricht – und einen ziemlich ungewöhnlichen Namen trägt.

Der sogenannte "Ozempic-Salat" soll beim Abnehmen helfen, ohne dass man dafür zur bekannten Abnehmspritze greifen muss. Doch kann ein bisschen Gemüse tatsächlich eine ähnliche Wirkung entfalten?

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Was steckt hinter dem viralen Salat?

Auf den ersten Blick sieht das Rezept aus wie ein ganz gewöhnlicher, wenn auch besonders bunter Sommersalat. Die Basis bildet fein geschnittener Weißkohl, dazu gesellen sich knackige Gurken, frischer Koriander und Sesam. Das Besondere ist allerdings das Dressing: Dafür werden Avocados und grüne Äpfel mit etwas Zitronensaft püriert. So entsteht eine cremige, leicht fruchtige Sauce, die dem Gemüse zusätzlichen Geschmack verleiht.

Die Zutaten sind also weder außergewöhnlich noch besonders teuer. Warum der Salat trotzdem für so viel Aufmerksamkeit sorgt? Vor allem wegen seines Namens.

Kann er so wirken wie Ozempic?

Das verschreibungspflichtige Medikament Ozempic enthält den Wirkstoff Semaglutid. Dieser ahmt die Wirkung des körpereigenen Hormons GLP-1 nach, beeinflusst unter anderem das Sättigungsgefühl und verzögert die Magenentleerung.

Ein Salat kann diese medikamentöse Wirkung nicht einfach ersetzen. Auch wenn der virale Name genau das nahelegt, gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass die spezielle Gemüsemischung ähnlich wie Semaglutid wirkt.

Warum dich das Rezept trotzdem länger satt halten kann

Ganz ohne Vorteile ist der Trend allerdings nicht: Weißkohl und Gurken enthalten viel Wasser, liefern reichlich Volumen und vergleichsweise wenige Kalorien. Besonders die Ballaststoffe im Kohl können dazu beitragen, dass du dich nach dem Essen angenehm satt fühlst. Auch die grünen Äpfel steuern Ballaststoffe bei. Avocados wiederum liefern vor allem einfach ungesättigte Fettsäuren, die Teil einer ausgewogenen Ernährung sein können.

Zusammen ergibt das eine nährstoffreiche Kombination, die dabei helfen kann, den Hunger für eine Weile zu stillen.

Ob du damit tatsächlich abnimmst, hängt aber nicht von einem einzelnen Salat ab, sondern unter anderem davon, wie du dich insgesamt ernährst und wie viel Energie dein Körper verbraucht.

Achtung beim Dressing

Wer glaubt, der virale Salat sei automatisch eine besonders kalorienarme Mahlzeit, könnte sich täuschen. Denn Avocados sind zwar gesund, liefern durch ihren hohen Fettgehalt aber auch einiges an Energie. Im kursierenden Rezept landen gleich zwei Avocados und zwei Äpfel im Dressing. Je nachdem, wie viele Portionen daraus entstehen, kann das die Kalorienmenge deutlich beeinflussen.

Außerdem enthält der Salat in seiner Grundversion nur wenig Eiweiß. Wer ihn als vollwertige Hauptmahlzeit genießen möchte, kann ihn beispielsweise mit Kichererbsen, Tofu oder einer anderen Eiweißquelle ergänzen.

red, 23.10.2026, 13:26
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