Ein knuspriges Butterbrot zum Frühstück, ein Schuss Olivenöl über den Salat und abends vielleicht noch ein paar Nüsse vor dem Fernseher. Fett begegnet uns täglich auf dem Teller. Doch während manche Sorten als wahre Gesundheitswunder gefeiert werden, haben andere einen ziemlich schlechten Ruf.
Was davon stimmt eigentlich? Die Ernährungswissenschaft ist sich in einem Punkt einig: Nicht jedes Fett ist gleich. Und wer seinem Körper etwas Gutes tun möchte, muss keineswegs komplett darauf verzichten.
Fett macht nicht nur satt, sondern erfüllt wichtige Aufgaben. Unser Körper benötigt es unter anderem für Zellfunktionen und um die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K aufzunehmen. Entscheidend ist allerdings die Qualität. Ernährungsberaterin Laura Parada und Diätologin María Casas erklären gegenüber "Vogue", welche Fette besonders empfehlenswert sind und bei welchen wir besser zurückhaltend sein sollten – dabei hilft ein einfaches Ampelsystem.
Ganz oben auf der Empfehlungsliste stehen Lebensmittel mit vielen ungesättigten Fettsäuren. Dazu gehören natives Olivenöl extra, Nüsse, Samen, Avocados und Oliven. Auch fettreiche Fische wie Lachs oder Sardinen liefern wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Diese Fette können die Herzgesundheit unterstützen. Besonders günstig ist es, wenn sie einen Teil der gesättigten Fettsäuren in unserer Ernährung ersetzen.
Das bedeutet: Lieber öfter Oliven- oder Rapsöl verwenden, eine Handvoll Nüsse knabbern oder den Salat mit Samen verfeinern.
In der orangefarbenen Kategorie landen Butter, Kokosöl und gereifter Käse. Sie können durchaus Teil einer ausgewogenen Ernährung sein, enthalten aber vergleichsweise viele gesättigte Fettsäuren. Wer davon regelmäßig große Mengen isst, kann seinen LDL-Cholesterinspiegel erhöhen – und damit langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Besonders Kokosöl wird gerne als gesundes Wundermittel vermarktet. Für die Herzgesundheit ist es allerdings nicht automatisch die bessere Wahl als herkömmliche Pflanzenöle. Eier, Vollmilchprodukte und manche Fischsorten ordnen die Expertinnen in einer mittleren Kategorie ein. Sie liefern wichtige Nährstoffe, sollten aber im Rahmen der gesamten Ernährung betrachtet werden.
Rot zeigt die Ampel vor allem bei industriell hergestellten Backwaren, stark verarbeiteten Snacks und verarbeitetem Fleisch. Problematisch können hier ungünstige Fettzusammensetzungen sein, insbesondere industriell erzeugte Transfette. Diese erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wurden deshalb vielerorts stark eingeschränkt.
Allerdings gilt: Nicht jeder Keks enthält Transfette und nicht jedes verarbeitete Lebensmittel ist automatisch ungesund. Ein Blick auf Zutaten und Nährwerte lohnt sich.