Falle am Morgen

Süßes zum Frühstück? Warum du es später essen solltest

Du liebst es, süß in den Tag zu starten? Ausgerechnet diese Gewohnheit könnte dafür sorgen, dass du schneller wieder Hunger bekommst.
20.10.2026, 11:28
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Der Duft von frischen Croissants, ein knuspriges Brot mit Marmelade und dazu ein Glas Orangensaft. Für viele gibt es kaum einen schöneren Start in den Tag. Doch ausgerechnet diese süße Morgenroutine könnte der Grund sein, warum du schon wenige Stunden später wieder hungrig bist. Die französische Biochemikerin und Bestsellerautorin Jessie Inchauspé, bekannt als "Glucose Goddess", empfiehlt deshalb einen einfachen Trick: Süßes nicht streichen, sondern auf später verschieben.

Warum dein Frühstück entscheidend sein kann

Im Podcast "On Purpose" von Jay Shetty erklärt Inchauspé: "Ihr Frühstück steuert, wie Sie sich den ganzen Tag fühlen." Ihre Überlegung dahinter: Wer morgens vor allem schnell verfügbare Kohlenhydrate isst, etwa Weißbrot mit Marmelade oder stark gezuckertes Müsli, lässt seinen Blutzucker häufig rasch ansteigen. Darauf reagiert der Körper mit der Ausschüttung von Insulin. Wie stark der Blutzucker anschließend schwankt, hängt allerdings von der gesamten Mahlzeit und vom individuellen Stoffwechsel ab.

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Bei manchen Menschen kann ein wenig sättigendes Frühstück dazu führen, dass der nächste Hunger nicht lange auf sich warten lässt. Dass süßes Frühstück automatisch ein Nachmittagstief oder Entzündungen verursacht, ist wissenschaftlich aber nicht belegt.

Süßes lieber als Nachtisch?

Auf Croissants und Marmeladenbrot verzichten? Das verlangt die Expertin gar nicht: "All diese süßen Frühstücksspeisen, die Sie so lieben ... Sie müssen sich von ihnen nicht komplett verabschieden. Die beste Zeit dafür ist als Nachtisch nach dem Mittag- oder Abendessen", empfiehlt Inchauspé.

Der Gedanke: Wenn du Süßes nach einer ausgewogenen Mahlzeit isst, können Eiweiß, Fett und Ballaststoffe die Aufnahme der Kohlenhydrate verlangsamen. Dadurch fällt der Blutzuckeranstieg oft geringer aus als bei Süßigkeiten auf nüchternen Magen. Ein Freifahrtschein für unbegrenzte Desserts ist das allerdings nicht. Auch die Menge spielt eine Rolle.

So startest du länger satt in den Tag

Statt eines rein süßen Frühstücks empfiehlt Inchauspé eine eiweißreiche Variante. Das muss keineswegs langweilig sein. Wie wäre es mit Eierspeis auf Vollkornbrot, einem herzhaften Tofu-Scramble oder Naturjoghurt mit Nüssen? Gerade die Kombination aus Proteinen, Ballaststoffen und gesunden Fetten kann länger sättigen und den Blutzuckerverlauf günstig beeinflussen.

Und wenn du morgens auf Süßes nicht verzichten möchtest? Auch Haferflocken mit Beeren, Naturjoghurt und Nüssen können ein ausgewogenes Frühstück sein. Entscheidend ist nicht allein, ob etwas süß schmeckt.

red, 20.10.2026, 11:28
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