Wer mehr Fleisch isst, belastet das Klima stärker - das ist bekannt.
Doch wie groß die Unterschiede beim ernährungsbedingten CO2-Ausstoß zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen wirklich sind, zeigt nun eine neue globale Studie.
Ein Forscherteam der Universität Leiden hat Daten aus 165 Ländern ausgewertet und dabei 72 verschiedene Gruppen nach Geschlecht, Alter, Bildung und Wohnort verglichen.
Das Ergebnis: Männer verursachen durch ihre Ernährung im Schnitt deutlich mehr Treibhausgase als Frauen.
Wie scinexx berichtet, liegt der mediane CO2-Fußabdruck bei Männern bei 4,36 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Tag, bei Frauen hingegen nur bei 3,43 Kilogramm.
Besonders hoch ist der Klima-Fußabdruck bei einer bestimmten Gruppe: Höher gebildete Männer zwischen 15 und 34 Jahren, die in Städten leben, kommen auf 5,66 Kilogramm CO2-Äquivalente täglich. Bei ihnen macht pflanzliche Nahrung nur 62 Prozent der Ernährung aus.
Am anderen Ende der Skala stehen Frauen zwischen 35 und 54 Jahren mit niedrigerem Bildungsniveau auf dem Land. Sie verursachen mit 2,85 Kilogramm nur etwa halb so viel CO2 - ihr pflanzlicher Ernährungsanteil liegt bei 70 Prozent.
Die Forscher fanden auch einen klaren Zusammenhang zwischen Ernährungsqualität und Umweltbelastung: Mit jeweils fünf Prozent höherer Ernährungsqualität waren durchschnittlich 7,7 Prozent weniger Treibhausgasemissionen verbunden.
Eine ausgewogenere, stärker pflanzenbasierte Ernährung kann somit sowohl gesundheitliche als auch ökologische Vorteile bringen. Die Studienautoren betonen allerdings, dass pauschale Ernährungsempfehlungen die unterschiedlichen Ausgangslagen verschiedener Bevölkerungsgruppen nur unvollständig berücksichtigen.