Ein Hoch auf die Bohne

Diese Wirkung von Kaffee kannten wir bisher noch nicht

Du liebst deinen Kaffee am Morgen? Dann dürfte dich freuen, was Wissenschaftler über die Wirkung des beliebten Wachmachers herausgefunden haben.
21.10.2026, 12:25
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Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee, die warme Tasse zwischen den Händen und endlich der erste Schluck. Für viele beginnt ein guter Tag genau so. Ob morgens am Frühstückstisch oder nachmittags als kleine Auszeit: Kaffee gehört für Millionen Menschen einfach dazu. Doch während wir ihn vor allem für seinen Wachmacher-Effekt lieben, könnte er in unserem Körper noch etwas ganz anderes bewirken.

Denn Forschende haben eine spannende Verbindung entdeckt: Unser täglicher Kaffee könnte auch der Darmgesundheit zugutekommen.

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Was Kaffee mit deinem Darm macht

In unserem Darm leben Billionen Mikroorganismen. Gemeinsam bilden sie das sogenannte Darmmikrobiom, das unter anderem bei der Verdauung und der Verarbeitung von Nährstoffen eine wichtige Rolle spielt. Und hier kommt Kaffee ins Spiel: Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass regelmäßiger Kaffeekonsum mit einer veränderten Zusammensetzung der Darmbakterien zusammenhängt.

Besonders interessant: Bestimmte Mikroorganismen scheinen bei Menschen, die Kaffee trinken, deutlich häufiger vorzukommen als bei jenen, die darauf verzichten.

Ein bestimmtes Darmbakterium liebt Kaffee

Eine 2024 im Fachjournal "Nature Microbiology" veröffentlichte Studie untersuchte die Ernährungsgewohnheiten und Darmmikrobiome von mehr als 22.000 Menschen. Ergänzend werteten die Forschenden Daten aus zahlreichen weiteren Untersuchungen aus.

Dabei stießen sie auf einen auffälligen Zusammenhang: Das Darmbakterium Lawsonibacter asaccharolyticus kam bei Kaffeetrinkern deutlich häufiger vor. Seine durchschnittliche Häufigkeit war laut Studie etwa 4,5- bis achtmal so hoch wie bei Menschen, die keinen Kaffee tranken. Auch im Labor zeigte sich: Kaffee konnte das Wachstum dieses Bakteriums anregen.

Macht Kaffee unseren Darm gesünder?

So vielversprechend die Entdeckung klingt, eine wichtige Frage ist noch offen: Ob das Bakterium tatsächlich unsere Gesundheit verbessert, konnten die Forschenden nicht nachweisen. Die Ergebnisse zeigen zunächst, wie eng Ernährung und Darmmikrobiom miteinander verbunden sind. Dass jede zusätzliche Tasse automatisch gesünder macht, lässt sich daraus nicht ableiten.

Muss es Kaffee mit Koffein sein?

Interessant ist auch, dass die Forschenden den Zusammenhang sowohl bei koffeinhaltigem als auch bei entkoffeiniertem Kaffee beobachteten. Offenbar könnten also andere Inhaltsstoffe des beliebten Getränks eine Rolle spielen.

Für Kaffeefans ist das eine spannende Nachricht: Ihr Lieblingsgetränk macht möglicherweise weit mehr im Körper, als sie bisher gedacht haben.

red, 21.10.2026, 12:25
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