Ein vermeintlich lukratives Geschäft wurde für mehrere Getränkehändler in Niederösterreich zum teuren Ärger. Ein 39-jähriger Serbe soll bei Firmen große Mengen Getränke bestellt haben, ohne diese wie vereinbart zu bezahlen.
Der erste bekannte Fall spielte sich am 17. September im Bezirk Mistelbach ab. Dort bestellte der Mann laut Polizei unter einem anderen Namen Getränke im niedrigen fünfstelligen Eurobereich und holte die Ware auch ab. Als Zahlungsfrist wurde der 22. September vereinbart.
Nur einen Tag später soll der 39-Jährige bei einer Firma im Bezirk Korneuburg erneut zugeschlagen haben. Wieder ging es um Getränke im niedrigen fünfstelligen Eurobereich. Diesmal leistete der Mann eine Anzahlung im mittleren vierstelligen Bereich.
Der Haken: Die Überweisung war mit einem späteren Datum versehen. Ein Mitarbeiter bemerkte das zunächst nicht und übergab die Getränke. Am 21. September wurde schließlich Anzeige bei der Polizei in Stockerau erstattet.
Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass hinter beiden Fällen derselbe Mann stecken soll. Gegen den 39-Jährigen bestand zudem bereits eine Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Wien.
Für den Verdächtigen wurde schließlich ein weiterer Geschäftstermin zum Verhängnis. Durch die Vernetzung der Getränkegroßhändler erfuhren die Ermittler, dass er am 28. September bei einer Firma in Poysdorf (Bezirk Mistelbach) Getränke und Leihgeräte bestellen wollte.
Polizisten warteten bereits auf ihn und nahmen den 39-Jährigen fest. Bei der Kontrolle zeigte er laut Polizei einen gefälschten kroatischen Führerschein vor.
Bei seiner Einvernahme verweigerte der Mann die Aussage. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert.