Wer Vögeln im Garten etwas Gutes tun will, braucht weder teure Tränken noch aufwendige Konstruktionen. Ein alter Suppenteller, etwas Wasser – und ein kleiner Stein können bereits reichen.
Der einfache Trick hilft den gefiederten Gartenbesuchern durch heiße und trockene Tage. Und möglicherweise profitieren davon sogar Hobbygärtner und ihre Obstbäume.
Spatzen, Amseln, Meisen und Stare benötigen gerade bei Hitze ausreichend Wasser. Während Futterstellen vor allem im Winter beliebt sind, kann eine Vogeltränke auch in den warmen Monaten eine wichtige Hilfe sein.
Dafür genügt ein ausgedienter Teller oder ein Pflanzkübel-Untersetzer. Er sollte an einem halbschattigen und möglichst katzensicheren Platz stehen. In der prallen Sonne würde das Wasser zu schnell verdunsten. Wichtig ist außerdem, dass die Tränke nicht zu tief ist. Auch kleine Vögel sollen sicher darin stehen und trinken können.
Der unscheinbare Stein erfüllt dabei eine wichtige Funktion: Er bietet Insekten, die ins Wasser fallen, eine Möglichkeit, wieder herauszuklettern. Denn nicht nur Vögel profitieren von der kleinen Wasserstelle. Auch Bienen und andere Insekten können dort trinken – vorausgesetzt, sie finden einen sicheren Halt.
Bei einer Vogeltränke ist Hygiene entscheidend. Das Wasser sollte täglich erneuert und die Schale regelmäßig gründlich mit einer Bürste gereinigt werden. Der Grund: Bei warmen Temperaturen können sich Krankheitserreger besonders schnell vermehren. Der Naturschutzbund warnt unter anderem vor Erregern wie Trichomonaden und Salmonellen, die für Vögel gefährlich werden können.
Für Gartenbesitzer gibt es noch einen möglichen Nebeneffekt: Wenn Vögel ihren Flüssigkeitsbedarf über eine Tränke decken können, müssen sie möglicherweise weniger Flüssigkeit über Nahrung aufnehmen.
Das könnte bedeuten, dass sie weniger häufig auf saftiges Obst zurückgreifen. Kirschen, Äpfel, Johannisbeeren und andere Früchte bleiben dadurch womöglich eher am Baum oder Strauch.