Wanze ruiniert Obst und Gemüse

Dieser Schädling ist im Garten kaum zu stoppen

Die Marmorierte Baumwanze breitet sich in Österreich aus. Sie befällt Obst und Gemüse – und sorgt im Herbst auch in Häusern für Ärger.
Heute Life
04.09.2026, 18:42
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Sie ist klein, unscheinbar und für Menschen völlig harmlos – für heimische Gärten kann sie aber zum echten Problem werden: Die Marmorierte Baumwanze hat sich in Österreich längst etabliert. Seit ihrer ersten Entdeckung im Jahr 2015 hat sich der aus Asien eingeschleppte Schädling rasant im ganzen Land ausgebreitet.

Und die Wanze ist nicht besonders wählerisch: Rund 300 Pflanzenarten stehen auf ihrem Speiseplan. Für Obstbauern und Gartenbesitzer bedeutet das: Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschke, Himbeere, Paradeiser oder Paprika können zum Ziel werden.

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Braune Flecken statt schöner Früchte

Die Marmorierte Baumwanze sticht Pflanzen mit ihrem Saugrüssel an und saugt Pflanzensaft. Besonders auffällig sind die Folgen an den Früchten: An den Einstichstellen entstehen braune, eingefallene Stellen. Während des Wachstums können sich die Früchte verformen.

Auch im Gemüsegarten hinterlässt der Eindringling Spuren. Bei Paradeisern und Paprika zeigen sich häufig zunächst helle, schwammige Stellen, die später dunkler werden.

Das Problem: Die Wanze kann dabei eine ganze Reihe verschiedener Pflanzen befallen. Neben Nutzpflanzen gehören auch Zierpflanzen und Gehölze zu ihren Wirten.

Was gegen die Wanzen wirklich hilft

Die Bekämpfung im Garten ist schwierig. Natürliche Gegenspieler können die Population in Europa bislang nicht zuverlässig eindämmen. Auch Insektizide sind gegen die robusten Tiere keine einfache Lösung.

Für Hobbygärtner bleibt daher vor allem eines: regelmäßig kontrollieren und absammeln. Auch Eigelege sollten entfernt werden.

Als Schutz vor einem Befall können engmaschige Insektenschutznetze helfen. Wichtig ist, diese rechtzeitig anzubringen, bevor die Tiere im Frühjahr zufliegen. Weil die Jungtiere sehr klein und beweglich sind, muss das Netz entsprechend feinmaschig sein.

Im Herbst kommt die Stink-Attacke

Unangenehm kann der Schädling trotzdem werden – vor allem, wenn er im Herbst ein Winterquartier sucht. Dann zieht es die Tiere in trockene, dunkle und geschützte Bereiche. Spalten, Ritzen, Rollladenkästen, Fensterbereiche oder andere geschützte Stellen können als Versteck dienen. In manchen Fällen tauchen gleich mehrere Wanzen auf.

Wer jetzt reflexartig zur Fliegenklatsche greift, sollte es besser lassen. Denn bei Gefahr oder wenn die Tiere zerdrückt werden, sondern sie ein intensiv stinkendes Sekret ab. Im Haus richten die Wanzen zwar keinen Schaden an und vermehren sich dort nicht. Sie gelten deshalb vor allem als lästige Gäste, die dort überwintern wollen.

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