Kilometerweit sichtbare Rauchschwaden, meterhohe Flammen und ein Großeinsatz für die Feuerwehr: Am Freitagabend (30. Oktober) brach in einem seit Jahrzehnten leerstehenden Erholungszentrum in Lindabrunn ein verheerender Brand aus. Insgesamt 17 Feuerwehren mit rund 160 Einsatzkräften standen im Einsatz.
Gegen 18.37 Uhr schlug ein Anwohner Alarm. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand bereits ein Teil des Dachstuhls des ehemaligen Landgasthauses in Vollbrand. Flammen schlugen aus der Holzkonstruktion, dichter Rauch breitete sich aus.
Besonders kritisch: Das Feuer drohte auf einen angrenzenden Föhrenwald und eine dahinterliegende Wohnsiedlung überzugreifen. Aufgrund des schlechten baulichen Zustands war ein Innenangriff zu gefährlich. Die Feuerwehr musste das Gebäude ausschließlich von außen löschen.
Auch die Wasserversorgung bereitete massive Probleme. Da Hydranten und ein nahegelegener Löschteich nicht ausreichten, wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet. Zusätzlich erschwerten auffrischender Wind und dichter Rauch die Arbeiten. Eine Drehleiter, eine Teleskopmastbühne und eine Drohne unterstützten den Einsatz.
Immer wieder stürzten Teile des brennenden Dachstuhls ein. Das Gebäude selbst konnte nicht mehr gerettet werden. Den Feuerwehrleuten gelang es jedoch, eine Ausbreitung der Flammen auf den Wald und benachbarte Gebäude zu verhindern.
Erst in den frühen Morgenstunden konnten die meisten Einsatzkräfte abrücken. Mehrere Feuerwehren blieben für Nachlöscharbeiten und eine Brandwache vor Ort.
Die Brandursache ist noch unklar und Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Auch die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.