Wer jetzt mit dem Auto ins lange Wochenende startet, muss mit einem Schock an den Zapfsäulen rechnen. Die Spritpreise steigen wieder deutlich.
Aktuell kostet ein Liter Diesel im Österreich-Schnitt bereits 1,923 Euro. Vergangenes Wochenende waren es noch 1,867 Euro. Auch Super ist spürbar teurer geworden: Statt 1,759 Euro zahlen Autofahrer derzeit durchschnittlich 1,818 Euro pro Liter.
Die Iran-Krise beutelt den Markt immer noch heftig durcheinander. Jede Aussage von US-Präsident Donald Trump lässt die Preise stark ausschlagen.

Die höheren Preise bleiben nicht ohne Folgen. Eine aktuelle Umfrage von AutoScout24 zeigt: Viele Österreicher ändern bereits ihr Verhalten. 39 Prozent der Befragten geben an, ihr Auto seltener zu nutzen als noch vor einiger Zeit. Männer reduzieren ihre Fahrten dabei etwas stärker als Frauen.
Zusätzlich verzichten 30 Prozent bewusst auf unnötige Wege. Erledigungen werden zusammengelegt, Fahrten besser geplant. Der Grund liegt auf der Hand: Jeder Liter zählt.
Auch Alternativen gewinnen an Bedeutung. 16 Prozent steigen zumindest teilweise auf Öffis, Fahrrad oder andere Möglichkeiten um. Zudem arbeiten 5 Prozent häufiger im Homeoffice, 4 Prozent bilden öfter Fahrgemeinschaften.
Trotz der Teuerung bleibt das Auto für viele unverzichtbar. 61 Prozent nutzen ihren Wagen weiterhin genauso oft wie bisher.
Spannend ist auch der Blick nach vorne: Fast die Hälfte der Befragten hat sich noch keine Gedanken über mögliche Änderungen beim Autofahren gemacht. Weitere 37 Prozent denken zwar darüber nach, planen derzeit aber nichts Konkretes.
Nur 16 Prozent beschäftigen sich aktiv mit Veränderungen. Manche denken an ein Elektroauto oder Hybridmodell, andere sogar daran, ganz auf ein Auto zu verzichten.
"Die aktuellen Zahlen zeigen klar, dass steigende Spritpreise das Verhalten vieler Menschen beeinflussen – allerdings derzeit eher punktuell als grundlegend, wie die Umfrageergebnisse belegen", sagt Nikolaus Menches, Country-Manager von AutoScout24 in Österreich.