An die zehn Meter hoch schlugen in der Nacht auf Sonntag die Flammen aus einem rund 110 Jahre alten Häuschen in Wien-Donaustadt – "Heute" berichtete. Mehrere laute Knaller rissen die Nachbarn aus dem Schlaf. Durch die bei dem Brand entstandene Hitze waren offenbar Rasenmäher-Akkus explodiert.
Auch Angelina (11), die in einem Haus ganz in der Nähe in ihrem Bett schlief, wachte durch die Explosionen auf. "Sie rannte sofort zu ihrer Mutter, die auch gleich die Feuerwehr verständigte. Ich habe zu ihr gesagt: Du bist unsere Heldin", so Elisabeth B. (75), die das Wochenendhäuschen ab und zu mit ihrem Partner Willi V. (80) nutzt.
„Sie liebt meinen Mann, weicht ihm nie von der Seite. Sie hat ihn sich damals ausgesucht“Elisabeth B.über Katzendame Meki
In der Brandnacht schlief sie in der Familienwohnung in Döbling, Willi V. war alleine in dem Häuschen – also nicht ganz: "Unsere Katze Meki war bei ihm. Sie ist uns vor über vier Jahren hier in der Donaustadt zugelaufen und fährt seither mit uns überall hin. Sie liebt meinen Mann, weicht ihm nie von der Seite. Sie hat ihn sich damals ausgesucht", schmunzelt die Pensionistin.
Doch seit dem Brand fehlt von der verschmusten Katzendame jede Spur. "Mein Mann wurde durch die Explosionen geweckt und konnte sich zum Glück rechtzeitig aus dem Haus retten. Meki dürfte aber aus Angst davongelaufen sein. Als mein Mann von der Rettung untersucht wurde, war sie nirgendwo zu sehen", schildert Elisabeth B. Sie und Willi vermuten, dass sich Meki ganz in der Nähe versteckt hält. "Sie war immer nur im Garten unterwegs, hat ihn bis zu dem Brand nie verlassen.", so die besorgte Wienerin.
Alle Versuche, die Katzendame zu finden, blieben bisher erfolglos. "Wir sind seit dem Brand jede Nacht unterwegs und rufen nach ihr", so Elisabeth B. zu "Heute". Dass ihre Katze ein Opfer der Flammen wurde, glauben sie nicht. "Sie hält sich bestimmt hier in der Gegend auf, dürfte uns aber bisher nicht gehört haben". Frauchen und Herrchen hoffen daher nun auf Hilfe aus der Bevölkerung. Hinweise bitte an die Telefonnummer 0664/5227111.
Die Berufsfeuerwehr war mit sechs Fahrzeugen und 27 Einsatzkräften angerückt und hatte den Brand nach etwa einer Stunde gelöscht. Vom Haus selbst sowie vom Inventar ist wenig übrig. "Der Brand dürfte extrem heiß gewesen sein, alle Gartenmöbel sind geschmolzen", erklärt die Döblingerin. Was zu dem Brand geführt hat, ist noch unklar.