Der weltweit größte Ziegelhersteller Wienerberger schrieb im ersten Quartal einen Verlust von 30 Millionen Euro. Im selben Zeitraum des Vorjahres stand noch ein Gewinn von fünf Millionen Euro nach Steuern zu Buche. Wie der börsennotierte Baustoffkonzern am Mittwoch bekanntgab, ging auch der Umsatz zurück. Dieser sank um sieben Prozent auf knapp über eine Milliarde Euro.
Auch beim operativen Ergebnis musste Wienerberger deutliche Einbußen hinnehmen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag nur noch bei zwei Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Konzern hier noch 40 Millionen Euro Gewinn erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verschlechterte sich laut Unternehmen um 29 Prozent – von 129 Millionen Euro auf 92 Millionen Euro.
Auch beim Personal wird eingespart. Die Zahl der Mitarbeiter sank weltweit von 20.348 auf 20.220 Beschäftigte. Insgesamt wurden 128 Stellen abgebaut. Zudem erhöhte sich die Nettoverschuldung deutlich. Diese stieg um 20 Prozent von 1,64 auf 1,98 Milliarden Euro.
Das Eigenkapital verringerte sich leicht von 2,80 auf 2,79 Milliarden Euro. Gleichzeitig verschlechterte sich auch der Verschuldungsgrad des Unternehmens. Das sogenannte Gearing stieg von 58 auf 70 Prozent. Nach Jahren des Booms spürt nun auch der weltgrößte Ziegelhersteller die schwierige Lage der Bauwirtschaft deutlich.