"Habe mein Leben zerstört"

Pfefferspray-Attacke: Sammelkarte um 76000 Euro geraubt

Ein 40-Jähriger sprühte Mitarbeiter in einem Shop mit Pfefferspray ein, wollte teure Sammelkarten rauben. Der Coup ging schief – endete vor Gericht.
Thomas Peterthalner
13.05.2026, 12:07
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Ein spektakulärer Raubversuch auf seltene "Magic"-Sammelkarten hat am Wiener Landesgericht nun ein Nachspiel gehabt. Der Bauarbeiter hatte Ende März versucht, in einem Shop in Wien-Ottakring seltene "Magic"-Sammelkarten im Wert von 76.000 Euro zu rauben, Mitarbeiter wurden mit Pfefferspray attackiert.

"Habe mein Leben zerstört"

"Ich bereue es sehr, ich habe mein Leben und das meiner Familie zerstört", so der bisher unbescholtene Bauarbeiter. Laut seinem Verteidiger hatte es der Angeklagte auf eine besonders seltene und unter Sammlern heiß begehrte Karte abgesehen. Als Motiv nannte er Geldprobleme.

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Wegen Karte nach Wien gekommen

Der Angeklagte erklärte, er habe die wertvollen Karten des Wiener Shops zuhause in Montenegro im Internet entdeckt, er sei deshalb nach Wien gereist. Der Staatsanwalt sprach in diesem Zusammenhang von "Kriminaltourismus".

Pfefferspray-Attacke

Die Angestellten des Geschäfts schilderten im Zeugenstand die Pfefferspray-Attacke. "Meine Augen waren total angeschwollen", berichtete einer der Mitarbeiter. Obwohl sie fast nichts mehr sahen, konnten die Mitarbeiter den Mann noch vor dem Geschäft überwältigen. Er wurde festgenommen, saß seither in U-Haft.

3 Jahre teilbedingte Haft

Der Schöffensenat sprach den Angeklagten nun neben versuchtem schweren Raub auch wegen Körperverletzung schuldig. Der 40-Jährige wurde am Wiener Landesgericht rechtskräftig zu drei Jahren teilbedingter Haft verurteilt. Ein Jahr muss er unbedingt absitzen.

Karten wurden beschädigt

Die geraubten Karten kamen wieder zurück zu ihren Besitzern. Einige Stücke wurden bei dem Gerangel allerdings beschädigt. Der Schaden von 3.000 Euro wurde laut dem Geschäftsführer von einer Versicherung übernommen. Zwei leicht verletzte Mitarbeiter erhielten vom Gericht jeweils 100 Euro Schmerzengeld zugesprochen.

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