Forderung an ÖFB

"Spuckt bis heute Blut" – Ried wütet gegen FIFA-Schiri

Ried-Trainer Maximilian Senft rechnete nach zwei umstrittenen Szenen mit Schiedsrichter Jakob Semler endgültig ab.
Sport Heute
13.05.2026, 05:31
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"Es ist nicht das erste Mal, dass wir dieses Schiedsrichtergespann gegen uns pfeifen haben." Es waren harte Worte, die Ried-Trainer Maximilian Senft in Richtung FIFA-Schiedsrichter Jakob Semler richtete. Was war passiert? Semler leitete sowohl die 0:1-Niederlage der Innviertler am 25. April bei der WSG Tirol als auch das 0:1 zu Hause gegen den WAC am 9. Mai. In beiden Spielen ärgerte sich Senft über spielentscheidende Szenen.

Schwere Verletzung

Gegen die Tiroler geschah dies bereits nach zehn Minuten. Evan Eghosa Aisowieren wurde von Ried-Stürmer Kingstone Mutandwa steil geschickt und im Laufduell von Tirol-Verteidiger Jamie Lawrence in den herauseilenden Torhüter Adam Stejskal gestoßen. Der Keeper erwischte den 20-Jährigen dabei voll. Aisowieren krümmte sich vor Schmerzen auf dem Rasen und musste schließlich mit der Trage vom Feld gebracht werden.

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Die Diagnose fiel heftig aus: doppelter Rippenbruch und ein kleines Loch in der Lunge. Semler entschied dennoch auf Offensivfoul. Für Senft ein Sinnbild: "Es hat gegen die WSG Tirol begonnen, wo Evan Eghosa einen doppelten Rippenbruch erlitten hat und bis heute Blut spuckt. Da tue ich mir dann sehr schwer."

Auch gegen den WAC haderte der Ried-Coach mit Semler. WAC-Tormann Nikolas Polster nahm den Ball als letzter Mann außerhalb des Strafraumrands mit der Hand auf. Ried-Flügel Ante Bajic wäre ansonsten frei durch gewesen und hätte aus spitzem Winkel ins leere Tor einschießen können. Semler zeigte lediglich Gelb, der VAR griff nicht ein. "Ich denke, dass es eine spielentscheidende Fehlentscheidung war, weil Bajic so schnell ist, dass er den Ball erreicht hätte. Eine glasklare rote Karte, die das Spiel komplett verändert hätte", zeigte sich Senft frustriert.

ÖFB am Zug

Dennoch hat Ried weiterhin die Chance, der Saison noch etwas Zählbares abzuringen. Trotz der Niederlage gegen den WAC fixierten die Rieder aufgrund des 2:2 vom GAK gegen Altach Platz eins in der Qualifikationsgruppe. Damit steht fest, dass Ried am kommenden Dienstag im Halbfinale des Europacup-Playoffs auf den Zweiten der Quali-Gruppe trifft. Wer dieser Gegner sein wird, entscheidet sich erst am letzten Spieltag. Theoretisch können noch die WSG Tirol, der WAC, Altach und der GAK Rang zwei erreichen.

Sollte Ried die erste Runde überstehen, würde im Finale ein Hin- und Rückspiel gegen den Fünften der Meistergruppe warten – aktuell Rapid Wien. Dabei geht es um das letzte Europacup-Ticket Österreichs. Der Sieger startet in der zweiten Qualifikationsrunde der Conference League. Vor den entscheidenden Spielen richtete Senft noch einen klaren Wunsch an den ÖFB, der in der Bundesliga für die Schiedsrichteransetzungen verantwortlich ist: "Ich hoffe, dass wir uns bei der Ansetzung in den Playoffs auf eine bessere Schiedsrichterleistung verlassen können."

Ob ihm der ÖFB diesen Gefallen tut, bleibt offen. Eines scheint jedoch klar: Senft und Semler dürften so schnell nicht mehr auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 13.05.2026, 05:31
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