Nach eineinhalb Jahren Bauzeit erfolgt am Freitag, dem 28. August, die Verkehrsfreigabe auf der modernisierten Stadionbrücke - und das eine Woche früher als geplant. Damit ist die Brücke bereit für den Start der verlängerten Straßenbahnlinie 18.
"Mit der nun abgeschlossenen Modernisierung der Stadionbrücke haben wir eine zukunftsfitte Verbindung zwischen dem 3. und dem 2. Bezirk für Öffis, den Radverkehr und den Individualverkehr geschaffen", bedankt sich Mobilitätsstadträtin Ulli Sima bei allen Beteiligten.
Die 82 Meter lange und 26 Meter breite Brücke wurde seit Februar 2025 von der Stadt Wien rundum erneuert, damit sie den Anforderungen der verlängerten Bim-Linie 18 gewachsen ist. Die Gleisbauarbeiten sind wie geplant abgeschlossen worden.
Die 18er fährt ab 5. September zentral über die Brücke und verbindet die U6-Station Burggasse-Stadthalle mit der U2-Station Stadion - über Westbahnhof, Hauptbahnhof, St. Marx und U3 Schlachthausgasse weiter durch den Prater. Auf der neuen Strecke zwischen Schlachthausgasse und Stadion gibt es sieben neue Haltestellen.
Mit der Verlängerung wird der 18er zur wichtigen Ost-West-Verbindung mit Anschluss an alle fünf U-Bahn-Linien sowie zahlreiche S-Bahn- und ÖBB-Verbindungen. Auch Prater, Ernst-Happel-Stadion und neue Stadtviertel werden besser ans Öffi-Netz angebunden.
Im Zuge der Modernisierung wurde der gesamte Straßenraum neu gestaltet - auch für Linienbusse ist auf der neu renovierten Stadionbrücke Platz. Für den Autoverkehr gibt es einen Fahrstreifen Richtung 2. Bezirk und zwei Fahrstreifen Richtung 3. Bezirk.
Auch Radfahrer haben allen Grund zur Freude: Ein neuer, rund 3,8 Meter breiter und baulich getrennter Zwei-Richtungsradweg sorgt auf der Stadionbrücke für mehr Sicherheit und eine durchgängige Verbindung im Wiener Radwegenetz.
Für die neue Bim-Verbindung musste die Stadionbrücke umfassend verstärkt und umgebaut werden. Unter anderem wurden Haupt- und Querträger verstärkt, die Widerlager erneuert und ein neues Entwässerungssystem eingebaut.
"Die Arbeiten erfolgten unter laufendem Verkehr und stellten hohe Anforderungen an Planung und Bauabwicklung. Es freut mich sehr, dass wir das Projekt im Zeitplan abschließen konnten", so Wolfgang Strenn, Leiter der Abteilung Brückenbau und Grundbau bei der Stadt Wien.
Nach der Verkehrsfreigabe folgen bis Herbst 2026 noch letzte Restarbeiten, wie die Fertigstellung einzelner Einbauten und Korrosionsschutzmaßnahmen. Diese Arbeiten haben aber keinen Einfluss auf den Verkehr auf und unter der Brücke.