Stadt investiert 20 Mio. Euro in WLAN-fitte Schulen

Was in der offene Volksschule Korbgasse in Wien-Liesing schon Realität ist, soll bis 2023 in 195 weiteren Wiener Schulen kommen: Ein sicheres und modernes WLAN.
Was in der offene Volksschule Korbgasse in Wien-Liesing schon Realität ist, soll bis 2023 in 195 weiteren Wiener Schulen kommen: Ein sicheres und modernes WLAN.PID/Christian Jobst
Seit 2019 rüstet die Stadt Wiens Schulen mit WLAN und digitalen Lernmethoden aus. Bis 2023 sollen schon 195 Schulen ins stadtinterne Netz gehen.

Vor rund zwei Jahren startet die Stadt ein Projekt zur Modernisierung der Schulen mit moderner WLAN-Ausstattung und neuen digitalen Lernmethoden. Rund 40 Millionen Euro wurden dafür die Neuen Mittelschulen, Polytechnischen Schulen und Berufsschulen investiert. Bisher wurden im Rahmen des Projektes “Schule Digital” von der MA-01 Wien Digital 76 Schulen an 53 Standorten mit WLAN ausgestattet.

Nun wird das Projekt ausgeweitet: Bis 2023 sollen 195 Schulen auf das Stadt Wien-interne, sichere und stabile Netzwerk zugreifen können. Dafür gibt der Wiener Gemeinderat in seiner heutigen Sitzung die benötigten Mittel in Höhe von rund 20 Millionen Euro frei.

Stadt sieht wichtigen Schritt für mehr Chancengleichheit

"Das Projekt 'Schule Digital' ist ein wichtiger Schritt für mehr Chancengerechtigkeit in den Wiener Klassenzimmern. Wir schaffen mit gezielten Investitionen digitales Bewusstsein und unterstützen Schülerinnen und Schüler beim Erwerb von digitaler Kompetenz. Schulen werden damit innovativer und bereiten Kinder und Jugendliche auf ein modernes Leben vor", erklärt Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos). "Freies WLAN in der Schule ermöglicht Chancengleichheit und digitale Gerechtigkeit, damit aus den 'digital natives' von heute, digital kompetente Erwachsene von morgen werden", ergänzt Digitalisierungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ).

Die meisten älteren Schüler besässen heute zwar ein Handy, doch die Nutzung sei zum Teil von der Bildung und wirschaftlichen Lage der Eltern abhängig. Freies WLAN in der Schule ermögliche zumindest an diesem Ort Chancengleichheit und digitale Gerechtigkeit, wie sie auch in der Bildungsstrategie der Stadt Wien festgeschrieben seien.

"Mit der WLAN-Ausstattung eröffnen sich viele Möglichkeiten: Laptops für Schülerinnen und Schüler, Lerntools, digitale Tafel und weitere Initiativen können darauf aufbauen, damit mehr als 4.500 Lehrerinnen und Lehrer die 51.000 Schülerinnen und Schüler in sicherem Rahmen auf ein immer mehr von der Digitalisierung geprägtes Berufsleben vorbereiten können", so Wiederkehr und Sima. Ein souveräner Umgang mit Technik und Bewusstsein für die Risiken digitaler Kommunikation seien unverzichtbare Lernziele im digitalen Zeitalter.

Kabelloses WLAN kommt auch in den Schulen nicht ohne Kabel aus

Auch wenn WLAN "kabelloses Netzwerk" bedeutet, sind doch bauliche Änderungen an den Schulgebäuden der MA 56–Schulen nötig. Die Hotspots müssen befestigt und an das kabelgebundene Netzwerk der Stadt Wien angeschlossen werden. Im Zuge des Umbaus werden auch andere Schultypen, wie etwa Volksschulen, am gleichen Schulstandort mit ausgestattet, um Synergieeffekte zu nutzen.

Die glasfaserbasierte Infrastruktur wird von Wien Energie installiert. Rund 29.000 Zugangspunkte, sogenannte Switch-Ports, werden derzeit in den Schulen verbaut. Sie ermöglichen künftig kabellose Highspeed-Verbindungen. Um Beeinträchtigungen während des Ausbaus zu minimieren, finden enge Abstimmungen mit den Schulen statt. Vor einem Umbau werden alle Schulpartnerinnen und Schulpartner – Lehrende, Lernende und Eltern - genau informiert. Durch die Einhaltung der Sicherheits- und Gesundheitsschutzpläne kann der Umbau auch während der aktuellen Pandemie-Situation weiter erfolgen.

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