Hoffnung für Krebspatienten

Stammzellen aus Nabelschnur bekämpfen Krebs

Forscher haben eine neue Methode entwickelt, um aus Nabelschnurblut T-Zellen herzustellen, die solide Tumore bekämpfen können.
Heute Life
09.09.2026, 22:39
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Eine neue Art von Immuntherapie könnte die Krebsbehandlung revolutionieren.

Wissenschaftler der University of California in Los Angeles haben spezielle T-Zellen entwickelt, die aus Stammzellen des Nabelschnurbluts gewonnen werden und Tumore gezielt angreifen.

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Die sogenannten AlloESO-T-Zellen verfügen über eine doppelte Erkennungsfähigkeit. Sie können Krebszellen sowohl über einen programmierten Rezeptor als auch über natürliche Killerzell-Rezeptoren erkennen und bekämpfen.

"Stammzellen sind undifferenziert, sie sind noch keine reifen T-Zellen mit einem bereits festgelegten Rezeptor", erklärt der Forscher Yichen Zhu; so heißt es auf scinexx.de. Der frühe Eingriff in die Zellentwicklung sorgt dafür, dass die späteren T-Zellen weitgehend denselben programmierten Rezeptor tragen.

Vielversprechende Ergebnisse in Tests

In Laborversuchen mit menschlichen Melanom-, Eierstockkrebs- und Prostatakrebszellen konnten die neuen Zellen Tumore erfolgreich angreifen. Bei Mäusen führte eine einmalige Gabe zu anhaltender Tumorkontrolle und längerem Überleben.

Ein großer Vorteil der neuen Methode: Die AlloESO-T-Zellen lösten weniger schwere Immunreaktionen aus als herkömmlich veränderte Spender-T-Zellen. Das Risiko einer Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion fiel deutlich geringer aus.

Noch kein Einsatz beim Menschen

Die Herstellung der neuen T-Zellen erfolgt ohne Fütterzellen in einheitlichen Chargen, was eine Produktion in großen Mengen ermöglicht. Die Zellen vermehrten sich im Mausmodell um das Hundertfache und blieben über Wochen im Tumor aktiv.

Allerdings wurden die Zellen bislang nur in Zellkulturen und Mausmodellen getestet. Ob sich die vielversprechenden Ergebnisse auf Menschen übertragen lassen, müssen erst klinische Studien zeigen.

red,09.09.2026, 22:39