Finale für Lukas Herburger! Die scheinbar unaufhaltsamen Füchse Berlin haben mit dem ÖHB-Abwehrchef erstmals das Endspiel der Champions League erreicht. Der frisch gekürte deutsche Handballmeister deklassierte den HBC Nantes mit 34:24 (18:12) und greift beim Final Four in Köln, das nur eine Woche nach dem Bundesliga-Coup stattfindet, nach einem weiteren historischen Titel. Im Finale am Sonntag (18:00 Uhr) wartet Ligarivale Magdeburg.
Der deutsche Nationalspieler Tim Freihöfer war am Samstag vor 20.074 Zuschauern in der ausverkauften Lanxess Arena in Köln mit zehn Toren der beste Werfer der entfesselten Berliner. Diese mussten mehr als 50 Minuten ohne den vom Platz gestellten Superstar Mathias Gidsel auskommen.
Doch dank einer starken Defensive unter der Leitung des überragenden Torhüters Dejan Milosavljev, der rund 40 Prozent der Würfe abwehrte, und der immensen Widerstandsfähigkeit der Mannschaft brachte der Favorit das Ergebnis auch ohne den Ausnahmekönner ins Ziel. Herburger kam vor allem in der Defensive zum Einsatz und leistete seinen Beitrag zum ersten Finaleinzug in der Geschichte der Hauptstädter.
Dass die Berliner es ins Finale geschafft haben, dürfte auch an der mentalen Unterstützung am Vortag des Spiels liegen. Der bayerische Liedermacher „Oimara” dichtete seinen Superhit „Wackelkontakt” für die Mannschaft um.
"Wäre ich ein Handballteam, dann wäre ich wohl die Füchse Berlin", lautete nun der Beginn des Liedes. Die Mannschaft wirkte sichtbar begeistert über die Einlage des 33-jährigen Liedermachers. Ob mit oder ohne Magie des Liedes: Die Berliner stehen im Finale und könnten am Sonntag eine starke Saison krönen.