Was als gemütliche Feier begann, endete vor Gericht. Ein Steirer hatte auf der Geburtstagsparty seines Bruders im August 2025 offenbar viel zu tief ins Glas geschaut. Gegen 22 Uhr wollte sein ebenfalls stark alkoholisierter Partner die Feier verlassen. Es kam zum Streit, dann zu Handgreiflichkeiten.
Laut Zeugen würgte der Mann seinen Partner und biss ihm in den Oberarm. Als das Geburtstagskind dazwischengehen wollte, wurde es umgestoßen. Dabei riss in der Schulter etwas. "Ich war der Nüchternste, obwohl es mein Geburtstag war", sagte er jetzt bei der Gerichtsverhandlung.
Der Angeklagte bestritt trotz unzähliger Zeugen zunächst alles und behauptete gegenüber der Polizei, er habe sich nur gewehrt. Ein Alkotest ergab bei ihm 1,74 Promille, sein Partner hatte sogar 2,1 Promille. Dieser erlitt Einblutungen und Rötungen im Halsbereich. Nach dem Vorfall trennten sich die beiden – vorübergehend.
Vor dem Bezirksgericht Voitsberg zeigte sich der Mann schließlich reuig. "Es tut mir wirklich leid. Der Alkohol hat dazu beigetragen, dass ich mich nicht mehr im Griff hatte. Nie wieder trinke ich in meinem ganzen Leben", erklärte er. Inzwischen sind die beiden wieder ein Paar.
Das Verfahren wurde eingestellt. Der bislang unbescholtene Steirer muss eine Geldbuße von 3.200 Euro zahlen. Bruder und Partner verzichten auf Schadenersatz. "Es war blöd von ihm", sagt der Bruder. "Er hat sich entschuldigt, und ich will kein Schmerzensgeld, weil er mein Bruder ist."