Schön bei Schnee

5 Gründe – warum deine Haut im Skiurlaub streikt

Rötungen, Spannungsgefühle & spröde Lippen gehören für viele zum Winterurlaub fast schon dazu. Dabei lassen sich die meisten Hautprobleme vermeiden.
Heute Life
04.02.2026, 11:10
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Während wir auf der Piste Sonne tanken und den Winter genießen, gerät unsere Haut schnell an ihre Grenzen: Kälte, Wind und trockene Luft greifen die Hautbarriere an – oft mit sichtbaren Folgen. Rötungen, Trockenheit und Spannungsgefühle lassen nicht lange auf sich warten. Woran das liegt und warum viele im Winterurlaub die falsche Pflege verwenden, verrät Wiener Hautärztin Barbara Franz im "Heute"-Interview.

1. Trockene Heizungsluft

Was viele unterschätzen: Der ständige Wechsel zwischen eisiger Außenluft und trockener Heizungsluft setzt der Haut massiv zu. "Hier verliert die Haut besonders viel Feuchtigkeit", warnt die Dermatologin. Kälte verengt die Blutgefäße, die Talgproduktion sinkt – die Haut kann sich schlechter selbst schützen. Drinnen entzieht die trockene Luft ihr zusätzlich Wasser. Das Ergebnis: ein geschwächter Hautschutzmantel.

Barbara Franz ist zertifizierte Fachärztin für Dermatologie bei der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Dermatochirurgie.
Dr. Barbara Franz

2. Die falsche Pflege

Ein großer Irrtum im Winter: Die gewohnte Tagespflege reicht schon aus. "Viele verwenden zu leichte Pflegeprodukte, die die Hautbarriere bei Kälte und Wind nicht ausreichend schützen", warnt Franz. Gerade im Skiurlaub braucht die Haut reichhaltigere Texturen, die wie ein Schutzschild wirken und den Feuchtigkeitsverlust bremsen.

3. Vergessene Problemzonen

Während Wangen und Stirn oft noch eingecremt werden, bleiben andere Stellen gerne auf der Strecke: "Oft vergessen wird die empfindliche Haut rund um Nase und Augen, die besonders schnell austrocknet", so die Hautärztin gegenüber "Heute". Auch die Hände leiden besonders: Kälte, Wind und häufiges Händewaschen greifen sie an – ohne ausreichenden Schutz werden sie rissig und rau.

4. Heißes Duschen

Nach einem langen Skitag gibt es kaum etwas Wohltuenderes als eine heiße Dusche. Für die Haut ist das allerdings keine gute Nachricht: Heißes Wasser löst die natürlichen Hautfette und schädigt die Hautbarriere zusätzlich. Die Folge: Trockenheit, Juckreiz und Spannungsgefühle nehmen weiter zu.

5. Make-up ist kein Kälteschutz

Ein weitverbreiteter Mythos: Make-up schützt vor Kälte. "Make-up wird fälschlicherweise als Kälteschutz angesehen, obwohl es die Haut eher austrocknen kann", stellt Franz klar. Foundation oder Puder ersetzen keine Pflege, im Gegenteil: Sie können die Haut zusätzlich belasten, wenn darunter die richtige Pflege fehlt.

Was der Haut wirklich hilft

Wer im Skiurlaub Hautprobleme vermeiden will, sollte auf reichhaltige Pflege setzen, sensible Zonen schützen und der Haut auch abends Feuchtigkeit zurückgeben. Lauwarmes Duschen, eine gute Handcreme und Lippenpflege gehören genauso ins Gepäck wie Sonnenschutz. Denn auch im Winter gilt: Die Haut vergisst nichts und dankt jede Extra-Portion Aufmerksamkeit.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 04.02.2026, 13:37, 04.02.2026, 11:10
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