Steyrer im "Heute"-Talk

"Extrem und aufregend" – Eisbader erklärt Winter-Trend

OÖ friert bei tiefen Minusgraden – und trotzdem steigt ein Trend immer weiter: Ein begeisterter Eisbader erzählt, warum er sich das freiwillig antut.
Lea Strauch
26.01.2026, 03:00
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Draußen beißt die Kälte: In Oberösterreich fielen die Temperaturen zuletzt immer wieder tief unter null – und trotzdem zieht es immer mehr Menschen freiwillig ins eiskalte Wasser. Eisbaden ist längst nicht mehr nur eine Mutprobe, sondern für viele ein Fixpunkt im Winter: kurz rein, kurz raus – alles für den Kick.

"Hatte das Gefühl, zu erfrieren"

Einer, der dem Trend komplett verfallen ist, ist Samin Behramovic. "Vor zwei Jahren bin ich nach Steyr gezogen und habe den ganzen Sommer am Fluss verbracht", erzählt der 35-Jährige "Heute". Die Steyr und vor allem ihre Sauberkeit hätten ihn sofort fasziniert – und da sei auch schon die Idee entstanden: "Schon damals habe ich mir gesagt, dass ich hier den ganzen Winter schwimmen muss."

Begonnen hat das Eisbaden für ihn übrigens nicht als "Instagram-Lifestyle", sondern aus gesundheitlichen Gründen. Am Anfang ging er nur einmal im Monat, später wurde daraus ein Hobby – von September bis April steigt Samin mittlerweile wöchentlich ins eiskalte Wasser und teilt seine Trips auf Social Media.

An das erste Mal im Eiswasser erinnert er sich noch genau – und das klingt nicht nach Kuschelprogramm: "Es war extrem und aufregend." Nach dem Ausstieg habe sein ganzer Körper gekribbelt, "ich hatte das Gefühl, zu erfrieren". Dann aber: "Nach fünf Minuten wurde mir warm, die Durchblutung kam in Schwung." Genau dieses Wechselspiel scheint für viele den Reiz auszumachen.

Vorher mit "Eisduschen" üben

Wenn er jetzt loszieht, dann sucht er sich nicht einfach irgendeinen Spot, sondern vor allem eines: sauberes Wasser. Am liebsten schwimmt der 35-Jährige in der Steyr, oder auch bei Wasserfällen in den Wäldern – "weil es ein besonderes Gefühl ist, wenn man in den Bergen ist". Empfehlen würde er das Eisbaden grundsätzlich schon – aber nicht für alle.

Man müsse kälteresistent sein und verstehen, was im Körper passiert: Beim Eintauchen verengen sich die Blutgefäße, danach weiten sie sich wieder, die Durchblutung kommt in Fahrt – das könne "Entzündungen und Muskelschmerzen lindern und die Regeneration nach körperlicher Anstrengung beschleunigen", erklärt Samin. Sein wichtigster Tipp für alle, die es probieren wollen: schon mehrere Tage vorher mit "Eisduschen" zu Hause üben.

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