Wenn die Tage kürzer werden, spürt auch die Haut die Jahreszeiten. Kälte draußen, trockene Heizungsluft drinnen. Stress pur für unsere Schutzschicht. Sie spannt, juckt und verliert an Glanz. Jetzt braucht sie vor allem eines: Balance.
Zu viel Reinigung, zu heißes Wasser oder aggressive Peelings schwächen die Hautbarriere. Experten raten daher: Weniger ist mehr. Milde, pH-neutrale Produkte helfen dabei, den natürlichen Säureschutzmantel zu bewahren. Besonders wichtig: ceramidhaltige Lotionen. Sie pflegen, ohne zu stören, und geben der Haut, was sie braucht, um sich selbst zu heilen.
Unsere Haut ist kein steriles Organ, sondern ein lebendiges Ökosystem. Milliarden Mikroorganismen leben in fein abgestimmter Gemeinschaft auf ihrer Oberfläche. Die Bewohner: Bakterien, Pilze, Mikroben. Dieses Hautmikrobiom schützt uns, stärkt das Immunsystem und hält Entzündungen in Schach.
Im Herbst gerät dieses Gleichgewicht leicht ins Wanken. Der Feuchtigkeitsgehalt sinkt, der Säureschutzmantel wird dünner. Das Mikrobiom verliert an Stabilität – die Folge: Rötungen, Spannungsgefühl, Irritationen.
Pro- und postbiotische Wirkstoffe, fermentierte Pflanzenextrakte oder Präbiotika wie Inulin dienen den guten Bakterien als Nahrung. Sie fördern ein stabiles Mikrobiom in unserem Darm. Das wirkt sich nicht nur positiv auf unser Immunsystem aus, sondern sorgt auch für eine gesunde, widerstandsfähige Haut.
Dazu wirken sich Mikronährstoffe, wie Zink, Selen, Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren ideal auch auf die Haut aus. Denn sie unterstützen die Zellregeneration. Ein Snack aus Beeren, grünem Tee oder dunkler Schokolade reicht schon, um freie Radikale zu bekämpfen.