Fünfte Runde, kein Ergebnis: Die Kollektivverhandlungen für die rund 90.000 Beschäftigten der IT-Branche sind am Freitag erneut gescheitert. Es konnte "keine Einigung zwischen den Sozialpartnern erzielt werden", schreibt die Gewerkschaft GPA in einer Aussendung.
Laut der Gewerkschaft würden sich die Arbeitgeber weiterhin weigern, ein Angebot zur Erhöhung der IST-Gehaltssumme vorzulegen. "Diese Vorgehensweise ist ein Schlag ins Gesicht aller Kolleginnen und Kollegen. Gerade für eine Branche wie die IT, die besser durch die Krise gekommen ist als die Gesamtwirtschaft und in der das Know-how und der Einsatz der Beschäftigten so zentral sind, ist das absolut inakzeptabel", betont Sandra Steiner, Verhandlungsleiterin der Gewerkschaft GPA.
Schon am Donnerstag haben sich laut der Gewerkschaft sich tausende Beschäftigte vor der Wirtschaftskammer versammelt, um für einen fairen Abschluss einzutreten. Nachdem es am Freitag erneut keinen Abschluss gegeben hatte, werde man in Betriebsversammlungen in ganz Österreich über weitere gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen beraten.
"Die Beschäftigten haben gezeigt, dass sie bereit sind, für einen gerechten Abschluss zu kämpfen. Nun werden wir unsere Maßnahmen weiter ausweiten", so die Gewerkschafterin.
Immerhin sollte der neue Kollektivvertrag bereits mit Beginn des Jahres gelten: "Wir spüren jeden Tag, dass das Leben teurer wird, egal ob bei Miete, Strom oder im Supermarkt. Was es jetzt braucht, ist Planbarkeit und Stabilität für beide Seiten und keine weiteren Hinhaltetaktiken!", appelliert Steiner abschließend.