Die anhaltende Kälte in Europa macht nicht nur uns Menschen zu schaffen, sondern auch den Tieren. Besonders gut kann man das im Naturschutzgebiet Isola della Cona beobachten, das zwischen Grado und Monfalcone liegt. Dort haben sich gerade Tausende Blessgänse, Graugänse, Kiebitze und Rohrweihen eingefunden, die aus Sibirien gekommen sind und jetzt an der Adria Schutz vor der eisigen Kälte suchen. Dort finden die Vögel ideale Bedingungen, um den strengen Winter zu überstehen.
Das beeindruckende Naturschauspiel zieht bei schönem Wetter viele Besucher zu den Vogelbeobachtungsstationen an, die rund um die Isola della Cona stehen. Rund 4.000 Blessgänse, 1.000 Graugänse, 400 Kiebitze und ein paar Rohrweihen haben sich zu den rund 20.000 Vögeln gesellt, die ohnehin jedes Jahr auf der Insel überwintern, wie die italienische Tageszeitung "Il Piccolo" berichtet.
Tagsüber suchen die Vögel auf den Feldern nach Futter. Sobald es dunkel wird, ziehen sie sich ins Marschland bei der Isola della Cona zurück, um dort die Nacht zu verbringen. Wenn am Vormittag das Eis an den Wasserstellen aufbricht, kommen sie auch untertags kurz zu ihrem Nachtquartier zurück, um zu trinken.