Attacke im Haftraum

Stich in Hals – Häftling attackiert Zellen-Genossen

In einer steirischen Haftanstalt attackiert ein 20-Jähriger seinen Zellengenossen mit einer Rasierklinge. Die Polizei ermittelt wegen Mordversuchs.
Österreich Heute
09.04.2026, 15:57
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Brutale Szenen hinter Gittern: Ende März eskaliert die Situation in einem Haftraum in der Steiermark. Gegen 23 Uhr greift ein 20-jähriger Österreicher seinen schlafenden Zellengenossen an. Der Täter klettert von seinem Hochbett und sticht mit einer Rasierklinge gezielt in den Hals des 31-Jährigen, das berichtete zuerst die Krone.

Nun laufen Ermittlungen wegen versuchten Mordes. Täter, Opfer und weitere Insassen müssen noch einvernommen werden. Warum es zu der Attacke kam, ist derzeit völlig unklar.

Das Opfer hatte großes Glück. Der Mann wurde nur leicht verletzt und konnte nach kurzer ambulanter Behandlung wieder entlassen werden.

Dass solche Taten schwer zu verhindern sind, zeigt der Alltag in den Gefängnissen. Zwar gibt es regelmäßige Kontrollen, doch gefährliche Gegenstände wie Rasierklingen können dennoch in Hafträume gelangen.

Der Fall ist kein Einzelfall. Gewalt unter Insassen beschäftigt Österreich seit Jahren. Immer wieder kommt es zu brutalen Angriffen: Erst im Februar 2024 attackierte ein Häftling in Graz-Jakomini einen Mitinsassen mit Glasscherben, so die Kleine Zeitung. Zwei Monate später griff ein anderer Insasse in der Grazer Karlau mit einer präparierten Rasierklinge an und verletzte sein Opfer schwer.

Auch die Justizwache steht unter Druck. Zwischen 2022 und 2024 wurden österreichweit 378 körperliche Angriffe auf Beamte registriert.

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