Auf dem Bodmin Moor in Cornwall wurden 21 Weißstörche in die Freiheit entlassen. Es handelt sich um die erste Ansiedlung dieser Art in der Region überhaupt.
Die Vögel sollen einige Monate in Cornwall verbringen, bevor sie im Herbst Richtung Spanien oder Marokko ziehen. Entscheidend ist ihr Heimatinstinkt: Wie Schwalben kehren Störche an den Ort zurück, an dem sie geschlüpft sind. Das Ziel des Projekts ist, dass die Tiere in einigen Jahren nach Cornwall zurückkehren und dort selbst brüten, nach Angaben von utopia.de. Störche waren einst in Großbritannien heimisch, verschwanden aber durch Jagd und die Entwässerung von Feuchtgebieten.
Der letzte dokumentierte Brutnachweis vor der modernen Wiederansiedlung stammt aus dem Jahr 1416. Damals nistete ein Storchenpaar auf dem Dach der St.-Giles-Kathedrale in Edinburgh. Seither wurden Störche zwar regelmäßig als Durchzügler gesichtet, siedelten sich aber nicht dauerhaft an.
2020 brüteten Weißstörche erstmals seit rund 600 Jahren erfolgreich in freier Wildbahn - auf dem Knepp Estate in Sussex. Die Kolonie ist inzwischen auf bis zu 80 Tiere angewachsen und hat sich auf Surrey und Kent ausgeweitet.
Knepp und das nahe gelegene Storrington wurden 2025 als einzige britische Storch-Dörfer in das europäische Storchendorf-Netzwerk aufgenommen. Natural England, die staatliche Naturschutzbehörde, prüft derzeit, wie sich diese Projekte auf die örtlichen Ökosysteme auswirken.