Es waren furchtbare Szenen, die sich im US-Bundesstaat Montana abspielten: Ein 44 Jahre alter Mann soll unangekündigt bei einem Familienabendessen am Sonntag aufgetaucht sein. Dann eröffnete er gegen 18 Uhr das Feuer.
So nahm er seinen Eltern, seiner im Rollstuhl sitzenden Oma (92), seiner Schwester und vier Nichten sowie Neffen zwischen sieben und 15 Jahren das Leben. Die Einsatzkräfte wurden von einer zwölfjährigen Nichte alarmiert. Schlussendlich soll der Angreifer das Familienhaus in der Stadt Billings niedergebrannt und die Waffe gegen sich selbst gerichtet haben.
Der 44-Jährige überlebte den Vorfall und wurde festgenommen. Später erlag er aber im Spital seinen Verletzungen. Die verkohlten Leichen seiner Verwandten wurden aus dem niedergebrannten Gebäude geborgen. Doch was verleitete den Mann zu dieser Bluttat?
Sein ehemaliger Schwager brachte gegenüber der Nachrichtenagentur Licht ins Dunkle. Demnach soll der schrecklichen Tragödie ein Streit vorausgegangen sein. Der 44-Jährige sei gut behütet in Seattle aufgewachsen und habe die Eastern Washington University besucht.
Zuletzt habe er sich immer mehr zurückgezogen, sei keiner Arbeit nachgegangen und habe im Haus seiner Eltern gelebt. Die meiste Zeit soll er in seinem Zimmer mit Videospielen verbracht haben. Dies war seiner Familie ein Dorn im Auge. Sie wollten den 44-Jährigen zum Ausziehen bewegen.