Die nächste Runde im Rechtsstreit um die in Wien-Döbling ist eingeläutet. Am Landesgericht für Zivilrechtssachen im Wiener Justizpalast wird der Showdown um den Verbleib von Simone Lugner im mondänen Haus fortgesetzt.
Um Punkt 9 Uhr begann die Sitzung. Wenige Minuten davor kam Simone Lugner in karierter Hose, Designer Woll-Sakko, auf der Schulter hing eine Tasche von Joop. Sie machte einen gefassten Eindruck, schien absichtlich die Kameras zu ignorieren. Neben ihr stand ihr Anwalt Florian Höllwarth.
Darum geht es hier eigentlich: Die Lugner & Söhne Privatstiftung (vertreten von Anwalt Markus Tschank), in der Mörtels Wegbegleiter und Vertraute das Sagen haben, klagt Simone. Die Witwe hätte ihr Wohnrecht verwirkt, weil sie Richard († 91) nicht ausreichend gepflegt haben soll und müsse daher das Döblinger Domizil verlassen. Simone kämpft mit aller Kraft um ihren Verbleib.
Für Aufsehen sorgte bereits am Tag zuvor die Enthüllung, dass ein "neues und verbessertes" Millionenangebot für Lugner-Witwe Simone auf dem Tisch liegt – "Heute" berichtete. Bisher hatte sie 24 Millionen Euro für eine Einigung gefordert, geboten wurden ihr "nur" 3 Millionen Euro. Jetzt liegt ein zweites Angebot mit einer höheren Summe vor – wie hoch wollte ihr Anwalt nicht verraten.
Vor Gericht ging es gleich um diesen angestrebten Vergleich: Simone Lugners Anwalt Florian Höllwarth meint, man habe das Angebot erst vor einer Woche bekommen: „Wir müssen noch darüber reden, können heute noch keinen Vergleich abschließen."
Gegenüber Anwalt Markus Tschank: Wenn es eine Einigung gibt, dann visiere die Stiftung einen Räumungstermin für Dezember an.
Die Richterin jedenfalls legt den Parteien einen Vergleich ans Herz. Selbst wenn man Verfahren gewinnt, könnte es Folgeprozesse geben, sagt sie. Ein Vergleich ermögliche, selbst zu entscheiden, wie das Verfahren endet.