Nur Bruchteil anerkannt

Streit um Milliarden bei Laura-Privatstiftung eskaliert

Bei der Insolvenz der Laura Privatstiftung wurden von 1,708 Milliarden Euro an Forderungen vorerst nur 32,72 Millionen anerkannt.
Newsdesk Heute
18.05.2026, 16:38
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Bei der Insolvenz der Laura Privatstiftung klafft eine gewaltige Lücke zwischen angemeldeten und anerkannten Forderungen. Wie bei der Prüfungstagsatzung am Landesgericht Innsbruck am Montag bekannt wurde, meldeten 32 Gläubiger Ansprüche von insgesamt 1,708 Milliarden Euro an. Insolvenzverwalter Stefan Geiler erkannte davon allerdings nur 32,72 Millionen Euro an.

Damit bleibt der Großteil der Forderungen – rund 1,67 Milliarden Euro – vorerst bestritten. Darauf verweisen KSV1870, Creditreform und AKV in ihren Einschätzungen zum Verfahren.

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Forderungen der Scheichs im Fokus

Im Mittelpunkt des Insolvenzverfahrens stehen dabei Forderungen der Mubadala-Gruppe sowie eines Investors aus Luxemburg. Für die Ansprüche der Mubadala-Gruppe liegen bereits rechtskräftige Schiedssprüche aus der Schweiz vor. Im Fall des Luxemburger Investors ist ein entsprechendes Verfahren hingegen noch anhängig.

Der KSV1870 schließt nicht aus, dass sich die Höhe der anerkannten Forderungen im weiteren Verlauf des Verfahrens noch deutlich verändern könnte. Laut Gläubigerschützer könnten Insolvenzverwaltung und Gerichte im Laufe des Verfahrens „namhafte Beträge" der Investorenforderungen als berechtigt einstufen.

Komplexe Unternehmensstruktur

Laut Insolvenzverwalter Dr. Stefan Geiler hält die Stiftung zahlreiche Immobilienbeteiligungen im In- und Ausland, darunter Projekte in Deutschland, Italien sowie Tirol und Vorarlberg.

Besonders dringlich sei das Projekt "Schokoladenhaus in Berlin", bei dem ein ehemaliges Hotel in Büros umgebaut wird. Die Bauarbeiten sind noch nicht abgeschlossen, gleichzeitig besteht hoher Finanzierungsbedarf. Gespräche mit der finanzierenden Bank laufen.

Auch Beteiligungen an mehreren Start-ups bereiten Sorgen. Laut Insolvenzverwaltung drohen ohne weitere Kapitalzuflüsse massive Wertverluste. Die Investments sind mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag bewertet.

Zudem versucht die Insolvenzverwaltung, Vermögenswerte in Liechtenstein im Umfang von rund acht Millionen Euro für die Insolvenzmasse zu sichern. Für die Kunstsammlung der Stiftung wird derzeit ein Verwertungskonzept erstellt.

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