Teuerung in Garage

Streit um Parkplätze: Mietern droht nun doppelter Preis

Bewohnern in Wien-Neubau wurden Garagenplätze gekündigt und teurer wieder angeboten. Einer Mieterin reicht es jetzt, sie soll das Doppelte zahlen.
14.10.2026, 07:00
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Die Parkplatz-Mieter in einem Wohnhaus in der Schottenfeldgasse 30-32 (Wien-Neubau) sind verärgert. Zuerst wurden die Parkpreise für Mieter jenen für externe Personen angeglichen. "Dadurch kam es zu Leerständen", so eine Bewohnerin. Nun gibt es ab Dezember einen neuen Betreiber der Parkebene im Erdgeschoss, die nächste Verteuerung folgt. Der Mieterin und vielen anderen Bewohnern reicht es.

Stellplätze gekündigt, teurer angeboten

"Allen Mietern wurden die Stellplätze gekündigt und zu einem teilweise mehr als verdoppelten Mietpreis wieder angeboten", so die Wienerin. "Eine Frechheit, wir Mieter bekommen null Wertschätzung." Laut der Bewohnerin waren bisher rund 74 Euro für ihren Stellplatz fällig, künftig sollen es 145 Euro pro Monat sein.

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Drei Preiskategorien

Die Parkplätze werden in drei Preiskategorien zu 145, 122 und 90 Euro Pro Monat eingeteilt. Die Bewohnerin befürchtet, dass sich einige Hausbewohner die neuen Preise nicht mehr leisten können und ihre Autos künftig auf der Straße abstellen müssen. Damit könnte sich auch die ohnehin angespannte Parkplatzsituation in Wien-Neubau weiter verschärfen.

Garage in diesem Haus ist betroffen.
Privat

Sorge wegen Volksschule

Doch nicht nur die Kosten sorgen für Kritik. Auch das Verkehrskonzept der Garage soll geändert werden. Bisher erfolge die Zufahrt über die Zieglergasse und die Ausfahrt über die Schottenfeldgasse. Künftig soll die überwiegende Mehrheit der Autos über die Zieglergasse sowohl ein- als auch ausfahren. Genau dort gibt es laut der Bewohnerin ein Sicherheitsproblem: Die geplante Ausfahrt liege unmittelbar neben der Volksschule Zieglergasse und sei in Ausfahrtsrichtung schlecht einsehbar. Das sei gefährlich für die Schulkinder.

Preise auf "marktübliches Niveau" gehoben

"Unser Ziel war es, die vorhandenen Stellplätze besser auszulasten, Leerstände zu reduzieren und die Garage langfristig wirtschaftlich sinnvoll zu betreiben", so eine Sprecherin der verantwortlichen BWS Genossenschaft. "Dafür wurden die Stellplatzpreise auf ein marktübliches Niveau angepasst. Die unterschiedliche Preisgestaltung berücksichtigt die jeweilige Ausstattung und Lage der Stellplätze."

Man gehe davon aus, dass durch die Neuordnung bislang leer stehende Stellplätze wieder vermietet und die Auslastung der Garage verbessert werden könne. "Die daraus zu erzielenden Einnahmen werden entsprechend den geltenden Verwendungsregelungen der Liegenschaft zugeordnet und tragen zur wirtschaftlichen Stabilität des Hauses bei."

pet, 14.10.2026, 07:00
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