Fahrgäste der Wiener Linien müssen bald wieder mehr bezahlen. Öffifahren wird teurer, mit Jahresbeginn 2027 sollen die Ticketpreise an die Inflation angepasst werden. Wie stark die Preise tatsächlich steigen und welche Tickets betroffen sind, lassen die Wiener Linien derzeit noch offen. "Wie oft sollen die Öffi-Fahrgäste noch zur Kassa gebeten werden?", fragte Nationalratsabgeordnete Elisabeth Götze, Verkehrssprecherin der Grünen.
"So wie ÖBB und VOR werden die Wiener Linien, wie vergangenen Herbst angekündigt, ihre Tarife jährlich am VPI (Verbraucherpreisindex) orientiert, anpassen. Die Wiener Linien beteiligen sich an keiner Preisspekulation", so eine Sprecherin der Wiener Linien zu "Heute".
"Wir sind derzeit in der finalen Ausarbeitung. Alle Detailinfos dazu folgen noch im Herbst." Die gängigste Variante der Jahreskarte könnte preislich von derzeit 467 Euro auf 483 Euro ansteigen – bei Einmalzahlung. Wer die Jahreskarte monatlich bezahlt, kommt auf über 500 Euro.
"Die Wiener sind auf die Öffis angewiesen und haben oft gar keine Alternative – wer die Tickets Jahr für Jahr verteuert, verschärft die Mobilitätsarmut der Menschen massiv", so Götze.
Die Abgeordnete fordert jetzt eine Öffi-Preisbremse. "Bei den Spritpreisen hat die Bundesregierung eine Bremse beschlossen. Für Öffi-Fahrgäste gibt es keine vergleichbare Entlastung. Sie zahlen immer mehr, während die Politik die nächste Erhöhung als alternativlos verkauft. Das ist nicht gerecht – und es ist eine politische Entscheidung. Die Politik muss diese Preisspirale stoppen."
Auch beim Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) und den ÖBB ist diese sogenannte Valorisierung längst üblich. Dabei werden die Preise anhand des Verbraucherpreisindex angepasst. Für Wiens Öffi-Fahrgäste heißt das: Die nächste Teuerung ist bereits vorprogrammiert.
Wie viel mehr sie künftig zahlen müssen, ist allerdings noch offen. Wer sich noch heuer eine Jahreskarte sichert, kann zumindest zwölf Monate lang zum günstigeren Tarif unterwegs sein.