Ob Moderatorin, Unternehmerin oder Sportlerin: Zum Weltmädchentag bekamen Schülerinnen und Schüler in Wien und Niederösterreich besonderen Besuch. Im Rahmen der Schulaktion "Aus starken Mädchen werden starke Frauen" erzählten bekannte Persönlichkeiten von ihren Karrierewegen, persönlichen Herausforderungen und Erfolgen.
Ziel der Initiative ist es, Mädchen Mut zu machen, ihre eigenen Stärken zu entdecken und berufliche Träume zu verfolgen.
Bereits zum zweiten Mal fand die Schulaktion an Schulen in Wien und Niederösterreich statt. Mit dabei waren heuer unter anderem Moderatorin Silvia Schneider, Unternehmerin Karin Teigl, Theresa Ziegler und Sandra Thier. Erstmals beteiligten sich auch Männer an der Initiative.
Bei persönlichen Gesprächen berichteten die Gäste von ihren Erfahrungen, Rückschlägen und Erfolgen. Dabei ging es vor allem darum, traditionelle Rollenbilder aufzubrechen und zu zeigen, dass Mädchen und Buben unabhängig von ihrem Geschlecht unterschiedliche berufliche Wege einschlagen können. Die Jugendlichen sollten dabei nicht nur erfolgreiche Persönlichkeiten kennenlernen, sondern auch Fragen stellen und erfahren, dass hinter jeder Karriere Herausforderungen stecken.
Dass die Aktion auf Interesse stößt, zeigt die Bilanz des Vorjahres. Bei knapp 50 Schulbesuchen in Wien und Niederösterreich wurden mehr als 2.200 Schülerinnen und Schüler zwischen acht und 19 Jahren erreicht.
Auch heuer stand die persönliche Begegnung im Mittelpunkt. Die Botschaft: Mädchen sollen sich mehr zutrauen und erkennen, welche Möglichkeiten ihnen offenstehen. Gleichzeitig sollen auch Buben für Gleichberechtigung sensibilisiert werden.
Hintergrund der Aktion ist der Weltmädchentag am 11. Oktober, der auf Initiative von Plan International ins Leben gerufen wurde. Er soll auf die Benachteiligung von Mädchen weltweit aufmerksam machen.
Denn die Zahlen sind alarmierend: Mehr als 133 Millionen Mädchen haben weltweit keinen Zugang zu Bildung. Fast jedes fünfte Mädchen wird noch vor seinem 18. Geburtstag verheiratet. Rund 230 Millionen Mädchen und Frauen sind von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen.
Auch wenn Mädchen in Österreich grundsätzlich Zugang zu Bildung haben, bestehen weiterhin Geschlechterklischees und Hürden bei der Berufswahl. Gerade in männerdominierten Branchen fehlen jungen Frauen häufig sichtbare Vorbilder. Mit der Schulaktion soll sich das ändern. Denn wer früh erlebt, welche Möglichkeiten offenstehen, traut sich womöglich später auch eher zu, den eigenen Weg zu gehen.