Stau-Warnung

Mega-Demo in Wien – 6.000 Personen gehen auf die Straße

Autofahrer brauchen in der Wiener Innenstadt starke Nerven: Rund 6.000 Studierende protestieren gegen die geplanten Einsparungen beim Uni-Budget.
13.10.2026, 09:49
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Am Dienstagnachmittag (13. Oktober) droht in der Wiener Innenstadt ein Verkehrschaos. Grund dafür ist eine Großdemonstration gegen die Sparpläne der Bundesregierung. Rund 6.000 Teilnehmer werden laut Polizei erwartet. Zwischen der Universität Wien und dem Burgtheater wird die Ringstraße gesperrt.

Auch bei den Wiener Linien kommt es zu erheblichen Einschränkungen. Hintergrund der Proteste sind die laufenden Budgetverhandlungen der Bundesregierung. Ende der Woche wollen die Regierungsspitzen unter anderem über die Finanzierung der österreichischen Universitäten für die Jahre 2028 bis 2030 beraten.

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Studenten kämpfen um Milliarden für Unis

Die Universitäten fordern für diesen Dreijahreszeitraum insgesamt 18 Milliarden Euro. Bereits jetzt steht allerdings fest, dass die Regierung weniger Geld zur Verfügung stellen will als gefordert.

Die Studierenden protestieren gegen die drohende Unterfinanzierung der Hochschulen. Sie befürchten, dass sich die Sparmaßnahmen negativ auf die Qualität der Lehre, die Studienbedingungen und die Betreuung der Studierenden auswirken könnten. Auch bei Personal, Forschung und Lehrangeboten könnte sich ein zu knappes Budget bemerkbar machen.

Ring wird für mehrere Stunden gesperrt

Die Demonstration findet am Universitätsring zwischen dem Hauptgebäude der Universität Wien und dem Burgtheater statt. Dort werden zwei Bühnen aufgebaut, auf denen unter anderem Vorlesungen abgehalten werden sollen. Laut Polizei beginnen die Aufbauarbeiten bereits um 13 Uhr. Die eigentliche Kundgebung startet gegen 13.30 Uhr und soll bis etwa 18 Uhr dauern.

Der ÖAMTC warnt vor umfangreichen Verkehrsbehinderungen. Die Ringstraße könnte bereits ab der Operngasse gesperrt werden. Je nach Verlauf der Demonstration sind weitere kurzfristige Sperren und Verkehrsableitungen möglich.

Drei Bim-Linien werden umgeleitet

Besonders betroffen sind laut ÖAMTC der gesamte Ringbereich, die Lothringerstraße, der Schwarzenbergplatz und der Karlsplatz. Auch auf der Zweierlinie und sämtlichen Zufahrten in die Innenstadt müssen Autofahrer mit Verzögerungen rechnen. Der Mobilitätsclub empfiehlt, das Stadtzentrum am Dienstagnachmittag möglichst zu meiden und großräumig über den Gürtel auszuweichen.

Auch Öffi-Fahrgäste müssen sich auf Änderungen einstellen. Die Wiener Linien leiten zwischen 13 und 19 Uhr die Straßenbahnlinien D, 1 und 71 um. Die Linie D fährt zwischen Absberggasse und Börse in beiden Richtungen ab dem Quartier Belvedere über die Strecke der Linie O, Wien Mitte, Julius-Raab-Platz, Schwedenplatz und Schottenring.

Starke Einschränkung bei Bim-Linie 71

Die Linie 1 wird in Richtung Prater Hauptallee zwischen Karlsplatz und Julius-Raab-Platz über Schwarzenbergplatz und Stubentor geführt. In der Gegenrichtung wenden die Züge bei der Börse und fahren über Schottenring, Schwedenplatz, Stubentor und Schwarzenbergplatz zum Karlsplatz.

Besonders stark eingeschränkt ist die Linie 71. Sie verkehrt nur zwischen Kaiserebersdorf, Zinnergasse und St. Marx und wird anschließend über die Strecke der Linie 18 zur Schlachthausgasse umgeleitet. Auch bei mehreren Innenstadt-Buslinien sind Einschränkungen möglich.

Umstieg auf U-Bahn-Linien

Wer am Dienstagnachmittag in die Innenstadt muss, sollte nach Möglichkeit auf die U-Bahn umsteigen. Die Wiener Linien empfehlen insbesondere die Linien U2, U3 und U4. Ab etwa 19 Uhr sollen die Straßenbahnen wieder regulär unterwegs sein. Wie schnell sich die Verkehrssituation auf den Straßen normalisiert, hängt vom Verlauf der Demonstration und der Aufhebung der Sperren ab.

red, Akt. 13.10.2026, 09:51, 13.10.2026, 09:49