Fahrgäste der Wiener Linien müssen bald wieder mehr bezahlen. Öffifahren wird teurer, mit Jahresbeginn 2027 sollen die Ticketpreise an die Inflation angepasst werden. Wie stark die Preise tatsächlich steigen und welche Tickets betroffen sind, lassen die Wiener Linien derzeit noch offen.
"So wie ÖBB und VOR werden die Wiener Linien, wie vergangenen Herbst angekündigt, ihre Tarife jährlich am VPI (Verbraucherpreisindex) orientiert, anpassen. Die Wiener Linien beteiligen sich an keiner Preisspekulation", so eine Sprecherin der Wiener Linien zu "Heute". "Wir sind derzeit in der finalen Ausarbeitung. Alle Detailinfos dazu folgen noch im Herbst."
Grund für die geplante Erhöhung ist die steigende Inflation. Laut Statistik Austria lag der Verbraucherpreisindex im August 2026 um 3,2 Prozent höher als im Vorjahr. Die zuletzt bekannt gegebene September-Inflation lag im Jahresvergleich sogar bei 3,6 Prozent.
Sollten die Wiener Linien ihre Preise in einem ähnlichen Ausmaß anheben, könnte der Normalpreis der Jahreskarte für Vollzahler von derzeit 467 auf 483 Euro angehoben werden – bei sofortiger Einmalzahlung. Bezieht man eine Jahreskarte per Ratenzahlung, wird es insgesamt noch teurer.
Erst mit Jahresbeginn 2026 hatten die Wiener Linien ihre Ticketpreise erstmals seit der Einführung der 365-Euro-Jahreskarte im Jahr 2012 erhöht. Gleichzeitig wurde angekündigt, die Tarife künftig jährlich an die Teuerung anzupassen.
Diese sogenannte Valorisierung ist auch beim Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) und bei den ÖBB üblich. Als Orientierung dient der Verbraucherpreisindex. Für die Wiener Öffi-Fahrgäste bedeutet das: Die nächste Preiserhöhung steht bereits bevor. Wie tief sie dafür in die Tasche greifen müssen, bleibt vorerst offen. Wer heuer noch eine Jahreskarte kauft, fährt zwölf Monate günstiger.