Eklat in Wiener Pfarre

Teenies stören Gottesdienst mit "Allahu Akbar"-Rufen

Während eines Gottesdienstes in Wien störten Jugendliche mit lauten "Allahu Akbar"-Rufen die Messe. Der Pfarrer zeigt sich besorgt.
Newsdesk Heute
09.10.2026, 19:00
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Am Dienstagabend kam es in einer Pfarrkirche im Westen Wiens zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall, über den die "Presse" berichtet. Mehrere Jugendliche störten einen laufenden Gottesdienst, indem sie lautstark "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") riefen. Der betroffene Pfarrer zeigt sich über die Aktion beunruhigt.

Jugendliche störten Gottesdienst

Wie der Geistliche gegenüber der "Presse" schildert, hörte er während der Messe zunächst lautes Gelächter und Lärm. Kurz darauf ertönten aus Richtung des Kircheneingangs mehrere "Allahu Akbar"-Rufe. Verantwortlich dafür waren offenbar mehrere Jugendliche, die an der Schwelle zur Kirche standen.

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Der Pfarrer schätzt das Alter der Jugendlichen auf etwa 14 bis 15 Jahre. Nach kurzer Zeit verschwanden sie wieder. "Ich habe so etwas noch nie erlebt. Und ich bin auch schon seit 20 Jahren hier", zeigt sich der Geistliche überrascht. Den genauen Standort der Kirche möchte er aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich machen.

"Es war wohl jugendlicher Übermut"

Trotz der Störung will der Pfarrer den Vorfall nicht dramatisieren. Eine konkrete Bedrohung habe es zu keinem Zeitpunkt gegeben. "Es gab da keine Gefahr, es war kein Bedrohungsszenario: Das möchte ich festhalten. Es war wohl jugendlicher Übermut", erklärt er. Auch eine Anzeige bei der Polizei erstattete der Geistliche nicht. "Was soll das bringen?", fragt er.

Besonders irritiert zeigt er sich darüber, dass seine Pfarre seit Jahren muslimische Flüchtlinge unterstützt. Seit 2015 habe die Gemeinde bei der Wohnungssuche, bei Behördengängen und mit Deutschkursen geholfen. Auch zu muslimischen Familien in der Umgebung pflege er ein gutes Verhältnis.

Regelmäßig ähnliche Vorfälle

Nach dem Zwischenfall sprach der Pfarrer mit einem Kollegen aus einem anderen Wiener Bezirk. Dieser berichtete ihm, dass ähnliche Störaktionen in seiner Gemeinde mittlerweile regelmäßig vorkommen würden.

Den Geistlichen beschäftigt vor allem die Frage, woher die Jugendlichen ihre Einstellung haben. Er vermutet Einflüsse aus dem familiären Umfeld, der Schule oder aus sozialen Medien.

ÖVP-Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler reagierte bereits: "Wer einen Gottesdienst bewusst stört und Gläubige einschüchtert, so wie es zwei Jugendliche in einer Wiener Kirche am Dienstag gemacht haben, überschreitet eine klare Grenze. In Österreich muss jeder Mensch seinen Glauben frei und ungestört ausüben können. Das gilt für jede Religion und an jedem Ort. Der Respekt vor unseren Grundwerten ist keine Frage der persönlichen Einstellung, sondern eine Selbstverständlichkeit, die wir von allen erwarten."

red,Akt. 09.10.2026, 19:16, 09.10.2026, 19:00
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