Schrecklicher Vorfall in einer Kirche in Lucka (Thüringen): Bereits am 11. September drang in den Morgenstunden ein Täter in das Gebäude ein und setzte einen Altar, auf dem ein historisches Kruzifix aus dem Jahr 1949 stand, in Brand.
Die Jesusfigur und das Kreuz brannten komplett aus. Laut der Kirche sei "eine Restaurierung nicht mehr möglich". Neben dem angerichteten Brandschaden hatte der Täter auch den Altar mit Hakenkreuzen beschmiert.
Wie die "Bild" berichtet soll es sich bei dem Verdächtigen um Kai W. handeln. Demnach würde der 47-Jährige nur wenige Hundert Meter von der Kirche entfernt wohnen. Der Mann wurde an seiner Adresse festgenommen.
Gelegt haben soll es den Brand zwischen 0 und 0.45 Uhr. Eine Nachbarin des Gotteshauses hätte die Flammen bemerkt. Zuvor soll der Verdächtige die Jesus-Statue mit Benzin übergossen haben. Durch die Tat sei ein sechsstelliger Schaden entstanden, hieß es seitens der Polizei.
Über das Motiv könne derzeit nur spekuliert werden. Seitens der Kirche gebe es "keine Hinweise darauf, dass sich die Tat aus religiösen oder politischen Motiven gegen die Kirche und/oder die Gesellschaft richtete".
Gegenüber der "Bild" sagte ein Nachbar des Verdächtigen, dass dieser öfter Probleme mit dem Jugendamt gehabt habe, da er in "Drogengeschichten" verwickelt gewesen sei. Zudem soll der 47-Jährige am 18. August einen Spendenaufruf auf einer Crowdfunding-Seite gestartet haben.
Damit wollte er Geld für einen angstfreien Raum für Kinder und Jugendliche sowie für die juristische Auseinandersetzung mit Ämtern sammeln. Auf Social-Media hätte er sich der zweifache Vater selbst als Jesus bezeichnet und Richtern, Amtsleuten und Faschisten mit dem Tod bedroht. Derzeit befinde sich der Mann hinter Gittern.