Eigentlich wollte die vierköpfige Crew der 15 Meter langen Segeljacht Tai Tam eine gemütliche Fahrt unternehmen. Auf halber Strecke zwischen Neuseeland und Fidschi kam es dann aber zu einem folgenschweren Unfall. Die unter australischer Flagge fahrende Jacht krachte in einen Wal.
Die Folge des heftigen Aufpralls: ein riesiges Loch im Rumpf des Schiffes. Gegenüber dem Sender ABC sagte Skipper Jeremy Cooper, dass man zunächst noch versuchte, den Schaden einzudämmen. Nach etwa einer halben Stunde habe man aber einsehen müssen, dass alle Bemühungen vergebens sind.
In weiterer Folge entschied man sich dazu, die Jacht zu evakuieren. Dafür setzte man einen Notruf ab und machte die aufblasbare Rettungsinsel klar. Nachdem die vier Personen das Schiff verlassen hatten, versank es in der Tiefe des Ozeans.
Für die Crew begannen damit Stunden des Wartens auf eine Rettung. Die vier Seeleute befanden sich rund 250 Seemeilen nördlich der Norfolkinsel als ein Flugzeug der Royal New Zealand Air Force mit ihnen Funkkontakt aufnehmen konnte.
Schlussendlich habe man ein Schiff in der Nähe damit beauftragt, die Crew zu retten. Nach 17 Stunden hatte der Albtraum für die Schiffbrüchigen dann ein Ende. Sie wurden gerettet und blieben unverletzt.
Laut dem Einsatzleiter des Rettungsleitstellenzentrums, Mike Clulow, habe es sich um eine "gut koordinierte und durchgeführte Rettungsaktion" gehandelt. Er dankte den neuseeländischen Streitkräften für ihre Unterstützung und lobte die Crew der betroffenen Jacht dafür, dass sie alles richtig gemacht habe. Die frühe Aktivierung des Notfunkgeräts sei entscheidend für die Rettung gewesen.