Drei Tage lang ging am Flughafen Catania wegen der Asche des Ätna nichts – seit Dienstag ist der Airport wieder offen. Doch statt Erleichterung wartet auf zahlreiche Urlauber die nächste Geduldsprobe: Ihre Flüge wurden nach Palermo verlegt, für sie geht es zunächst mehrere Stunden mit dem Bus knapp 240 Kilometer quer durch Sizilien.
Betroffen sind unter anderem Passagiere von Austrian Airlines. Wie aus einem AUA-Schreiben an Reisende hervorgeht, wird etwa der für Mittwoch geplante Flug OS580 von Catania nach Wien stattdessen von Palermo aus durchgeführt.
Die Fluggesellschaft fordert die Passagiere auf, sich rechtzeitig im Ankunftsbereich beim Valuegroup Lounge im Terminal A des Flughafens Catania einzufinden. Von dort sollen Busse die Reisenden zum Flughafen Palermo bringen. Die Abfahrt ist laut dem Schreiben für 13 Uhr vorgesehen.
Als Grund für die Verlegung nennt Austrian Airlines die aktuelle vulkanische Aktivität. Auch andere Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe haben ihre Verbindungen nach Palermo verlegt. Billig-Airlines fliegen Catania hingegen bereits wieder an.
Der Flughafen Catania war wegen Behinderungen durch die Vulkanasche des nahe gelegenen Ätna drei Tage lang gesperrt. Seit wenigen Stunden ist der Betrieb aber wieder angelaufen.
"Die Alarmstufe ist beendet, der Normalbetrieb wurde wiederhergestellt und der vollständige Service ist wieder aufgenommen", teilte der Flughafenbetreiber SAC in den sozialen Medien mit.
Austrian Airlines begründet die Verlegung mit der weiterhin unsicheren Lage rund um den Ätna. Seit der Schließung am Samstag werden die Flüge über Palermo geführt, Passagiere aus Catania werden mit Bussen dorthin gebracht.
Obwohl der Flughafen Catania inzwischen wieder geöffnet ist, stuft das Station Management der AUA die Situation vor Ort weiterhin als "volatil" ein. Die Airline müsse mit entsprechendem Vorlauf entscheiden, ob Catania ohne Einschränkungen angeflogen werden könne oder auf Palermo ausgewichen werde. Für eine Umleitung müssten unter anderem Landerechte sowie der Bodentransport organisiert und die Passagiere rechtzeitig informiert werden.
Damit wolle man verhindern, dass ein Flug kurzfristig komplett gestrichen wird und keine Alternative mehr organisiert werden kann. Die Situation werde laufend beobachtet und täglich neu bewertet. Für den Flug am 2. Oktober soll die Entscheidung über die Route am selben Tag gegen Mittag fallen.