Große Aufregung in Großbritannien: In den Sonntagmorgenstunden machte eine Landwirtin auf dem Heimweg eine verdächtige Beobachtung nahe dem britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford. Sie bemerkte fünf maskierte Männer, die mit drei weißen Transportern die ruhige Landstraße blockiert haben sollen, "Heute" berichtete.
Sie alarmierte umgehend die Polizei. Es folgten ein Großeinsatz und die Festnahmen der Verdächtigen. Besonders in den USA war der Wirbel groß, da der Stützpunkt von US-Streitkräften im Krieg gegen den Iran genutzt wird.
US-Präsident Donald Trump sprach davon, dass die Männer "unserer Basis schweren Schaden zufügen" wollten. Außenminister Marco Rubio sagte gegenüber Fox News, dass "ganz klar die Hände eines ausländischen Akteurs im Spiel" gewesen seien. Was genau die Verdächtigen am Luftwaffenstützpunkt geplant hatten, ist unklar.
Seitens des Leiters der Anti-Terror-Polizei, Laurence Taylor, wurde am Montag mitgeteilt, dass sich die Männer, bei denen es sich um britische Staatsbürger handle, inzwischen wieder auf freiem Fuß seien. Sie müssen sich jedoch an "strenge Auflagen" zu ihrem Aufenthaltsort und "ihren Kontakten zu anderen Personen" halten.
Laut britischen Medien werde eine mögliche Verbindung zum Iran geprüft. Zuletzt hatte Großbritannien dem Mullah-Regime und Russland mehrfach vorgeworfen, über Mittelsmänner kriminelle Aktivitäten auf britischem Territorium durchzuführen. Seitens der iranischen Botschaft wurden die Vorwürfe zurückgewiesen.
In Zusammenhang mit dem Vorfall kündigte der britische Premierminister Andy Burnham gegenüber dem Radiosender LBC eine Krisensitzung des Cobra-Gremiums an. Dabei kommen Regierungsmitglieder mit Vertretern von Polizei und Geheimdiensten zusammen. Ziel sei es, ein vollständiges Bild der Lage zu erhalten.