Die spanische Billig-Airline Volotea steckt in finanziellen Schwierigkeiten und will sich nun neu aufstellen. Das Unternehmen hat Medienberichten zufolge ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Ziel ist es, gemeinsam mit den Gläubigern einen Restrukturierungsplan auszuarbeiten.
Volotea bedient unter anderem mehrere deutsche Flughäfen. Von Berlin, Hamburg und München werden Ziele in Italien, Spanien und Griechenland angeflogen.
Die Fluggesellschaft hat bereits Gespräche mit ihren Gläubigern aufgenommen. Dazu zählt auch die spanische staatliche Beteiligungsgesellschaft SEPI. Bis Dezember soll eine Einigung erreicht werden.
Im Zuge der Restrukturierung sind den Berichten zufolge mehrere Maßnahmen vorgesehen. Neben einer Kapitalerhöhung soll die Flotte verkleinert werden. Auch in der Firmenzentrale in Barcelona sollen Stellen wegfallen.
Die A320 bestehende Flotte von derzeit 44 Maschinen auf etwa 30 bis 35 Flugzeuge zu reduzieren.
Für Passagiere soll sich vorerst nichts ändern. Volotea versichert, dass der Flugbetrieb normal weiterläuft.
"Wir fliegen weiterhin wie gewohnt, bieten neue Strecken an, verkaufen Tickets und planen unseren zukünftigen Flugplan", wird Geschäftsführer Carlos Muñoz von spanischen Medien zitiert.
Die Restrukturierung sei notwendig, um die Zukunft des Unternehmens mit seinen rund 2.300 Mitarbeitern zu sichern.
Als einen Grund für den Sanierungskurs nennt Volotea den Krieg im Nahen Osten und die damit verbundenen Schwankungen beim Kerosinpreis. Die höheren Treibstoffkosten sollen das Unternehmen seit März zusätzlich rund 150 Millionen Euro gekostet haben.
Der Umbau erfolgt nach drei Jahren hoher Verluste, obwohl sich das operative Geschäft verbessert haben soll. Der Schuldendruck besteht dem Bericht zufolge seit der Finanzierung während der Pandemie.
Während hinter den Kulissen über Flotte, Jobs und Kapital verhandelt wird, sollen die Maschinen von Volotea vorerst weiter wie gewohnt abheben.