Wiener Lokal tischt auf

Pizza ohne Teig, Burger ohne Brot – das steckt dahinter

Im "Fuego" in Wien-Favoriten landen Sushi-Burger und Sushi-Pizza auf dem Tisch. "Heute" verrät mehr über die ungewöhnlichen Kreationen.
Wien Heute
09.10.2026, 05:45
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Burger oder Sushi? Pizza oder doch lieber Lachs und Avocado? Im "Fuego" in der Jagdgasse 4 in Favoriten müssen sich Gäste nicht unbedingt entscheiden. Das Restaurant setzt auf internationale Fusion-Küche – und kombiniert dabei Gerichte, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben.

Zu den ungewöhnlichsten Kreationen zählen Sushi-Burger und Sushi-Pizza. Geschäftsführer Alminko Dugic erklärt gegenüber "Heute", wie es dazu kam: "Viele Menschen entdecken auf Social Media faszinierende Gerichte aus Tokio, Seoul, New York oder Dubai und würden diese gerne probieren. Wir möchten solche besonderen Geschmackserlebnisse direkt nach Wien bringen."

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Dieser Burger kommen ganz ohne Buns aus

Beim Sushi-Burger werden die klassischen Burger-Buns kurzerhand gestrichen. Stattdessen formt die Küche Sushi-Reis, paniert diesen mit Panko (Mehl aus Japan) und frittiert ihn goldbraun. Außen soll der Reis dadurch knusprig, innen weich bleiben. Dazwischen kommt je nach Variante frischer Lachs oder Thunfisch in Sashimi-Qualität. Wer keinen rohen Fisch mag, kann sich für Chicken Teriyaki entscheiden.

Noch üppiger fällt der "Fuego Signature Sushi Burger" aus. Er kombiniert knusprige Garnelen und rohen Fisch mit Avocado und weiteren Zutaten. Die Sushi-Burger kosten laut Betreiber zwischen 17,90 Euro und 19,90 Euro.

Sushi-Pizza ab 12,90 Euro

Bei der Sushi-Pizza wird ebenfalls auf klassischen Teig verzichtet. Die Basis bilden Sushi-Reis und knuspriges Nori (Meeresalgen). Darauf kommen je nach Variante unter anderem Lachs, Thunfisch, Avocado und Trüffel sowie hauseigene Saucen. Preislich liegt die Sushi-Pizza zwischen 12,90 Euro und 15,90 Euro. Damit soll aber noch nicht Schluss sein. Eine zusätzliche "Crunchy"-Variante ist bereits in Planung.

"Sushi gehört weltweit zu den beliebtesten Gerichten. Deshalb haben wir uns gefragt: Wie würde eine Pizza oder ein Burger aussehen, wenn man die klassischen Formen mit japanischen Sushi-Zutaten kombiniert?", erklärt Dugic das ungewöhnliche Angebot. Neben den Sushi-Gerichten stehen aber natürlich auch Pizza, Pasta und klassische Burger auf der Speisekarte.

Vom Flüchtlingskind zum Unternehmer

Hinter dem Lokal stehen Dugic und sein langjähriger Freund und Geschäftspartner Hakan Aktaş. Dugic wurde 1986 in Bosnien geboren und kam als Kind auf der Flucht vor dem Krieg nach Wien. Mittlerweile ist der 40-Jährige in mehreren Branchen tätig.

Mit dem "Fuego" wagte er gemeinsam mit Aktaş schließlich den Schritt in ein ganz anderes Geschäft. Der Name kommt übrigens aus dem Spanischen und bedeutet Feuer. Das Lokal solle entsprechend "lebendig, strahlend und voller Leidenschaft" sein, erklärt der Geschäftsführer.

Nach dem Sushi geht's zum Karaoke

Beim Essen alleine bleibt es tatsächlich nicht. Auf knapp 1.000 Quadratmetern verbindet das das Lokal Restaurant, Bar und private Karaoke-Räume. Sieben davon werden derzeit auf der Website angeboten. Es gibt etwa Räume namens Kyoto, Barbie, Tokyo, Squid Game, Moulin Rouge, Gatsby und Whisky Club. Je nach Raum finden sechs bis 20 Personen Platz.

Billig ist der private Gesangsspaß allerdings nicht: Die günstigsten Räume starten derzeit laut Homepage bei 138 Euro für drei Stunden – der Preis gilt allerdings für den gesamten Raum. Essen und Getränke kommen zusätzlich dazu.

Große Drehtische fürs gemeinsame Essen

Dugic bezeichnet das Konzept als "Social Dining Experience". Ein Teil davon sind große Drehtische, wie man sie aus asiatischen Restaurants kennt. Statt dass jeder nur sein eigenes Gericht bestellt, sollen Speisen in die Mitte gestellt und geteilt werden.

Dafür arbeitet das Team auch an neuen Sharing-Platten. Geplant sind etwa "Fuego Asian Bites" mit verschiedenen asiatischen Snacks sowie ein Chocolate-Fondue-Platter mit Früchten und anderen süßen Beilagen.

red,09.10.2026, 05:45