Neue Zahlen

Ab 125.000 Euro – hier sind Wiens günstige Wohnungen

Wiens Wohnungsmarkt kommt wieder in Bewegung. Neue Zahlen zeigen, in welchen Bezirken Käufer vergleichsweise günstig zum Zug kamen.
Österreich Heute
10.10.2026, 21:38
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Eine Eigentumswohnung in Wien muss nicht automatisch eine halbe Million Euro kosten. Eine neue Auswertung der tatsächlich im Grundbuch eingetragenen Verkäufe zeigt enorme Unterschiede zwischen den 23 Bezirken. Besonders interessant für Wohnungssuchende ist dabei das günstigste Viertel des Marktes.

Ganz vorne liegt Ottakring. Dort wurde laut dem Remax-Immospiegel im ersten Halbjahr 2026 jede vierte gehandelte Wohnung um höchstens 125.835 Euro verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr sank diese Preisgrenze um satte 27,3 Prozent.

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Auch im 15. Bezirk unter 150.000 Euro

Auf Platz zwei folgt Rudolfsheim-Fünfhaus. Dort kostete ein Viertel der verkauften Wohnungen maximal 140.000 Euro.

Eine Überraschung liefert ausgerechnet Wieden. Der vierte Bezirk zählt bei Wohnungen normalerweise nicht zu den günstigen Pflastern. Trotzdem wechselte dort jede vierte verkaufte Wohnung um weniger als 142.778 Euro den Eigentümer.

Das entspricht einem Rückgang von 49 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wichtig: Die Zahlen sagen nichts darüber aus, welche Größe, Ausstattung oder Lage innerhalb des Bezirks diese besonders günstigen Wohnungen hatten.

Preise in Ottakring kräftig gesunken

Auch beim durchschnittlichen Kaufpreis fällt Ottakring auf. Eine dort verkaufte Wohnung kostete im ersten Halbjahr im Mittel 220.939 Euro. Das waren 16,5 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2025.

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Noch günstiger, laut Remax-Immospiegel, war Ottakring zuletzt im ersten Halbjahr 2021. Auch Favoriten verzeichnete einen Rückgang: Der typische Wohnungspreis sank um 5,7 Prozent auf 225.123 Euro.

Rudolfsheim-Fünfhaus kam auf durchschnittlich 229.196 Euro, allerdings mit einem Plus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

In der City geht es um Millionen

Wie extrem die Preisunterschiede innerhalb Wiens sind, zeigt der Blick in die Innere Stadt. Dort kostete eine Wohnung im Schnitt rund 1,2 Millionen Euro.

Im Luxussegment geht es noch deutlich weiter nach oben: Jede vierte im ersten Bezirk verkaufte Wohnung kostete mehr als 1,74 Millionen Euro.

Zum Vergleich: In Ottakring lag die Grenze für das günstigste Viertel bei gerade einmal 125.835 Euro.

Wien insgesamt wird trotzdem teurer

Von einem allgemeinen Preissturz in der Hauptstadt kann allerdings keine Rede sein. Über ganz Wien gerechnet stieg der typische Kaufpreis gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 2,3 Prozent auf 318.967 Euro.

Gleichzeitig wurden wieder deutlich mehr Wohnungen verkauft. 7.043 Eigentumswohnungen wechselten bis Ende Juni den Besitzer. Das entspricht einem Plus von 16,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

red,Akt. 10.10.2026, 21:49, 10.10.2026, 21:38