Bange Stunden für die katholische Kirche! Papst Leo XIV. begab sich am Dienstag in die renommierte Gemelli-Klinik in Rom. Dort soll sich der Pontifex einer Operation an der Lunge unterziehen. Auch in Österreich ist die Anteilnahme groß.
Wiens Erzbischof Josef Grünwidl hat sich angesichts des bevorstehenden Eingriffs mit einem eindringlichen Gebetsaufruf an die Gläubigen gewandt.
"Durch unser Gebet können wir unsere Verbundenheit mit Papst Leo zeigen und ihm für die anstehende Operation und die folgende, erfolgreiche und hoffentlich rasche Genesung stärken", erklärt Grünwidl.
Der Wiener Erzbischof hat den Papst bereits in sein Mittagsgebet eingeschlossen und bittet nun alle Menschen in der Erzdiözese Wien, sich dem Gebet anzuschließen.
Dabei denkt Grünwidl nicht nur an das Kirchenoberhaupt, sondern auch an das medizinische Personal, das den Eingriff durchführen und den Papst anschließend betreuen soll.
"Ich habe auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der römischen Gemelli-Klinik gebetet, damit Gott ihnen für ihre wichtige Aufgabe den Rücken stärkt", so der Erzbischof.
Grünwidl verbindet seinen Aufruf mit einer Botschaft an alle Menschen, die mit Krankheiten zu kämpfen haben. Gerade in schwierigen gesundheitlichen Situationen sei es wichtig, Betroffene nicht allein zu lassen.
Deshalb bittet er darum, auch jene nicht zu vergessen, "die in unserem persönlichen Umfeld mit gesundheitlichen Herausforderungen umgehen müssen. Beten wir für sie und mit ihnen und geben wir ihnen damit Unterstützung in schwierigen Zeiten."
Während der Papst in Rom medizinisch versorgt wird, sollen ihm damit auch aus Österreich Gebete und Genesungswünsche Kraft geben. Auch Grünwidls Amtsvorgänger, Kardinal Christoph Schönborn, fühlt sich dem Heiligen Vater in Rom "in diesen sorgenvollen Stunden im Gebet besonders nahe". Auf X schrieb der emeritierte Erzbischof: "Möge der Herr Ihnen Kraft und Zuversicht schenken und die Hände der Ärzte führen. Von Herzen wünsche ich Ihnen Gottes Segen und eine gute Genesung!"