Bis zu 6.000 Teilnehmer

Tausende Studierende protestierten gegen Uni-Sparkurs

Wegen drohender Kürzungen an Österreichs Unis wurde am Dienstag in Wien protestiert. Am Nachmittag wurde der Ring blockiert. Tausende waren mit dabei.
13.10.2026, 18:01
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Fehlende Steckdosen, gekürzte Lehrpläne und keine Sitzplätze bei überfüllten Vorlesungen: Das gehört mittlerweile an den Wiener Unis zum Alltag. Nun soll weiter gespart werden –  doch das wollen die ÖH-Vertreter nicht mehr hinnehmen. Am Dienstag (13.10.) wurde mobilisiert, Tausende Studierende und Lehrende zogen in Wien auf die Straße – der Ring wurde zwischen Burgtheater und Uni lahm gelegt.

Öffis und Verkehr blockiert

Unter dem Motto "#UnisRetten" wurde die Wiener Ringstraße kurzerhand zum Hörsaal umfunktioniert. Zwischen 15 und 18 Uhr fand vor der Universität Wien eine sogenannte "Ringvorlesung" statt. Autofahrer mussten großräumig ausweisen, auch bei den Bimlinien am Ring ging gar nichts mehr. Der Verkehr war ab dem Parlament eingestellt.

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Für jeden Mangel ein Aktionsstand

Die Stundenten bewiesen Einfallsreichtum bei ihren Protestaktionen: Am Ring wurden 14 Aktionsstände aufgebaut, die jeweils einen Mangel an den österreichischen Unis verkörperten. Von "Budgetknappheits-Basketball" bis zum "gekürzten Musikquartett" wurden die Themen der Hochschülerschaft spielerisch dargestellt.

Um die Inflation auzsugleichen fordern die 22 in der Universitätskonferenz (Uniko) vertretenen Unis insgesamt 18 Milliarden Euro für die Jahre 2028 bis 2030. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SP) hat allerdings bereits klargestellt, dass diese Summe angesichts des Sparkurses nicht erreichbar sein dürfte.

ÖH warnt vor Zwei-Klassen-Uni

"Unsere Eltern haben ihr Leben lang in dieses System eingezahlt, damit wir studieren können und ich möchte dafür kämpfen, dass dieses System nicht kaputt gemacht wird", so Umut Ovat, stellvertretender Vorsitzender der ÖH in Wien.

Zwei Drittel müssen arbeiten

Die Neos forderten zuletzt Studiengebühren, hierzu meinten die Vertreterinnen der ÖH, dass diese zu einer zwei Klassen-Universität führe, da bereits zwei Drittel der Studenten nebenbei arbeiten müsse, um sich das Studium zu finanzieren.

„Jeder der studieren möchte sollte dies auch tun können"“
Umut Ovat stv. Vorsitzender, ÖH

Eine Entscheidung über die Höhe des künftigen Uni-Budgets könnte bereits am kommenden Wochenende fallen. Bis Ende Oktober muss die Finanzierung gesetzlich feststehen. Mit der heutigen Aktion wollen die Studenten den Druck auf die Regierung nun erneut erhöhen.

nibu, 13.10.2026, 18:01