Tragisches Unglück

Stromausfall – Bub (15) stirbt am Hochspannungsmast

Der 15-jährige Jacopo T. ist nach einem Stromschlag auf einem Hochspannungsmast ums Leben gekommen. Noch immer sind viele Fragen offen.
Newsdesk Heute
27.09.2026, 20:34
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Die Eltern des Buben stehen unter Schock, die Ermittler tappen im Dunkeln. Am späten Freitagabend wurde Jacopo leblos am Fuß eines Hochspannungsmasts in der ländlichen Gegend rund um Lodi in Norditalien gefunden. Vier Stunden davor hatte er sein Zuhause mit dem Fahrrad verlassen. Weil er nicht zurückkam, meldeten ihn seine Eltern am Abend als vermisst.

Wie "20 Minuten" berichtet, kam es gegen 21.30 Uhr in der gesamten Region zu einem plötzlichen Spannungsabfall im Stromnetz. Kurz darauf entdeckte die Feuerwehr den toten Jugendlichen direkt beim Mast.

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Hier bekommst du Hilfe

In einer akuten Krisen- oder Schocksituation nach einem Todesfall gibt es in Österreich sofortige Unterstützung bei professionellen Hotlines. Diese sind anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar.

Telefonseelsorge: Wähle österreichweit den Notruf 142. Du erreichst hier Tag und Nacht einfühlsame Ansprechpartner, die dir in der Krise zuhören und helfen.
Ö3-Kummernummer: Erreichbar von 16 bis 24 Uhr unter 116 123.
Rat auf Draht: Wenn Kinder oder Jugendliche betroffen sind, ist die Nummer 147 jederzeit erreichbar.

Wenn du langfristige Hilfe bei der Trauerbewältigung oder jemanden zum Reden suchst, bieten folgende Stellen in ganz Österreich Unterstützung an: Dachverband Hospiz Österreich, die Plattform Tod und Trauer, die Caritas Trauerbegleitung.

Was geschah mit Jacopos Handy?

Jacopos Körper wies schwere Verbrennungen auf. Laut ersten Erkenntnissen dürfte der Bub auf den über 20 Meter hohen Strommast geklettert sein. Dabei erlitt er einen tödlichen Stromschlag. Besonders rätselhaft: Was ist mit seinem Handy passiert?

"Derzeit wird keine Spur ausgeschlossen. Es lässt sich nicht ausschließen, dass sich zum Zeitpunkt des Geschehens jemand bei dem Jugendlichen befand oder mit ihm in Kontakt stand – auch weil sein Mobiltelefon bislang nicht gefunden wurde", erklärte ein Ermittler laut "Leggo" am Samstag.

Die Staatsanwaltschaft will nun die Verbindungsdaten des Handys genau untersuchen. Damit soll geklärt werden, ob das Gerät irgendwo rund um den Strommast geortet werden kann oder ob es vielleicht jemand mitgenommen hat.

Mutter widerspricht Gerüchten

Der "Corriere della Sera" stellt diese Version allerdings infrage. Die Zeitung berichtet, das Smartphone sei "direkt neben der Leiche entdeckt und von den Ermittlern sichergestellt" worden. Das Handy war entsperrt – und darauf fand sich laut ersten Informationen ein Selfie, das Jacopo kurz vor der Tragödie selbst aus luftiger Höhe gemacht haben soll.

Gerüchte, Jacopo hätte an einer gefährlichen Mutprobe im Internet teilgenommen, weist die Familie entschieden zurück. Seine Mutter Gioia Farina sagte dem "Corriere della Sera", ihr Sohn sei begeisterter Parkour- und Skateboard-Fan gewesen.

Zwar hatte er zwei Social-Media-Profile, diese waren aber privat. Jacopo habe die Plattformen weder genutzt, um seine Aktivitäten öffentlich zu zeigen, noch wollte er sich vor großem Online-Publikum präsentieren. Auch die Zahl seiner Follower war sehr gering.

red,27.09.2026, 20:34