Sturm hinterlässt Spur der Verwüstung in Wien

Umgeknickte Bäume, versperrte Straßen, geschlossene Parks und Teststraßen – ein kräftiger Sturm hat am Sonntag in Wien für Chaos gesorgt.

Bis Mittag rückte die Feuerwehr zu knapp 300 Sturmeinsätzen in der Bundeshauptstadt aus, so ein Sprecher gegenüber Radio Wien. Das Spektrum der Einsätze reichte dabei von umgestürzten Bäumen, Baugerüsten und Zäunen bis zu losen Fensterflügeln. Auch die Scheibe eines abgestellten Fahrzeugs wurde von einem Ast erfasst und ging zu Bruch.

In Liesing wurde eine Frau in der Nähe des Liesingbachs von einem umstürzenden Baum getroffen und verletzt. Ersten Informationen zufolge war sie in der ansprechbar und wurde nach der medizinischen Erstversorgung an der Unfallstelle in ein Krankenhaus gebracht.

Da der Sturm noch immer nicht ganz vorbei ist, empfiehlt die Feuerwehr, Parks zu meiden, da dort jederzeit Äste abbrechen und auf die Gehwege fallen könnten.

Bereits am Vormittag hatte ein Sturm-Schaden den Betrieb der Wiener U-Bahnlinie U4 unterbrochen. Die U4 verkehrte zwischenzeitlich nur zwischen Hütteldorf und Längenfeldgasse sowie zwischen Kettenbrückengasse und Heiligenstadt. Knapp 30 Minuten später konnte der Schaden aber behoben werden und der Betrieb wurde wieder aufgenommen, berichtet "ORF Wien".

Teststraßen gesperrt

Aufgrund der roten Sturm-Warnung, die neben Wien auch für Niederösterreich und das Burgenland ausgegeben wurde, wurden drei Freiluft-Teststraßen für das Coronavirus geschlossen. Davon betroffen waren die Open-Air Teststraßen Donauinsel-Floridsdorfer Brücke, Ernst-Happel-Stadion und die Drive In Teststraße beim Schloss Schönbrunn. Alle anderen Teststraßen in Wien können aber ohne weiteres aufgesucht werden, teilte die Stadt mit.

Nur wenige Stunden später musste dann die Prater Hauptallee als Vorsichtsmaßnahme bis auf weiteres gesperrt werden. Zudem warnte die Stadt Wien vor Spaziergängen im gesamten Waldgebiet. Und auch der Nationalpark im Bereich Lobau schloss die Eingänge aus Sicherheitsgründen für Besucher.

Sturm-Warnung bis 16.00 Uhr

In der Bundeshauptstadt, dem zentralen Niederösterreich und dem nördlichen Burgenland weht aktuell noch ein kräftiger Wind. Bis inklusive 16.00 Uhr gilt daher noch eine Sturmwarnung der Zentralanstalt für Metorologie und Geodynamik (ZAMG). Neben einer Beeinträchtigung der Verkehrs- und Energieinfrastruktur kann es weiterhin zu Schäden wie Baumbrüchen kommen. Auch Gegenstände wie Dachziegel können sich lösen und herumfliegen.

Auch in Niederösterreich wurde die Feuerwehr zu mehreren Sturm-Einsätzen gerufen, rund 2.000 Silberhelme standen dabei im Einsatz. Bei einem Einsatz in Traiskirchen wurde ein Feuerwehrmann von einem Baum getroffen und schwer verletzt. Er wurde in ein Spital gebracht.

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