Hunderte Touristen vermisst

Sturzflut in Nepal – Zahl der Toten steigt auf fast 500

Nach einer Sturzflut in Nepal steigt die Zahl der Todesopfer weiter. Auch in Tibet gibt es Tote. Mehrere Ausländer werden noch vermisst.
Newsdesk Heute
28.08.2026, 08:03
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Nach der schweren Sturzflut in Nepal steigt die Zahl der bestätigten Todesopfer weiter an. Die nepalesische Polizei meldete am Freitag mindestens 469 Tote. Auch jenseits der Grenze, in der autonomen Region Tibet, wurden laut chinesischen Staatsmedien bisher drei Todesopfer bestätigt. Am Donnerstag hatten die Behörden in Nepal noch von fast 400 Toten und mehr als 1.400 Vermissten gesprochen, darunter viele Ausländer.

Eine gewaltige Sturzflut aus Wasser und Schlamm war am Mittwoch fast 170 Kilometer entlang zweier Flüsse durch Nepal geflossen und hat ganze Ortschaften mitgerissen. Laut der US-Erdbebenwarte USGS dürfte ein Gletscherabbruch die Ursache für die Katastrophe gewesen sein. Auch das benachbarte Tibet war betroffen.

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Acht Deutsche verschwunden

Unter den Vermissten befinden sich laut der nepalesischen Tourismusbehörde auch mindestens acht Deutsche. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte am Donnerstag mit, die deutschen Stellen vor Ort würden noch "belastbare Informationen zum Verbleib deutscher Staatsangehöriger" sammeln.

Der chinesische Staatssender CCTV berichtete am Freitag, dass 499 Einwohner und 555 Touristen, die im Katastrophengebiet festsaßen, in Sicherheit gebracht worden seien. Zur Nationalität der Geretteten gab es keine Angaben.

In China wurde in der Nacht auf Freitag gewarnt, es bestehe ein "hohes Risiko" für weitere Überflutungen. Der See, der sich durch die Sturzflut gebildet hat, könnte wegen anhaltendem Regen in den nächsten drei Tagen auf ein Volumen von etwa drei Millionen Kubikmeter anwachsen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf das chinesische Wasserministerium.

Wenn der See über die Ufer tritt, könnten die Wassermassen im Katastrophengebiet noch mehr Schäden anrichten, hieß es.

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