Alexander Zverev schlägt kommende Woche bei den Erste Bank Open in Wien auf – und sorgt schon im Vorfeld für Schlagzeilen. Der 28-Jährige reagierte bissig auf die jüngste Kritik von Tennis-Legende Boris Becker. "Ich glaube, dass er sich relativ wenig Sorgen um mich macht, um ehrlich zu sein. Ich glaube, dass er so ein bisschen nach Aufmerksamkeit sucht – und die bekommt er über mich", sagte Zverev in der "Bild am Sonntag". "Das ist leider so. Aber das ist mir inzwischen latte."
Becker hatte den Hamburger in seinem Podcast mit Andrea Petkovic erneut als "Sorgenkind" bezeichnet und gemeint: "Weltspitze sieht anders aus." Außerdem kritisierte er, Zverev sträube sich gegen Veränderungen in seinem Umfeld.
Zwischen den beiden Tennisgrößen kracht es nicht zum ersten Mal. Bereits im Juni hatte sich Zverev gegen die öffentliche Kritik des dreifachen Wimbledon-Siegers gewehrt. "Das ist interessant, weil die Gespräche, die ich mit Boris persönlich führe, sind ganz anders. Vielleicht möchte er auch eine andere Maske aufsetzen, wenn er vor der Kamera steht", sagte der Olympiasieger damals.
Sportlich lief es zuletzt ebenfalls nicht rund. In Saudi-Arabien schied Zverev beim Showturnier bereits im Auftaktmatch gegen Taylor Fritz aus. Der Weltranglisten-Dritte kämpft weiterhin mit Rückenproblemen und sucht nach seiner Topform. Trotzdem gibt er sich optimistisch:
"Ich bin voller Zuversicht, dass ich meine Form wiederfinden und wieder gutes Tennis spielen werde", so Zverev. "Jetzt kommen Turniere, die ich gerne mag – Wien und Paris, wo ich vergangenes Jahr gewann."