Eruptionen durch "Blobs"

Super-Vulkane – Geheimnis aus 2.000 km Tiefe gelüftet

Forscher in Australien haben mysteriöse Gesteinsklumpen entdeckt, die Vulkanausbrüche auslösen könnten. Die Gefahr liegt 2.000 Kilometer tief.
Bernd Watzka
14.07.2025, 17:32
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Vulkanausbrüche können nicht nur den Flugverkehr lahmlegen und Dächer einreißen - sie können auch Tausende Menschen töten. Jetzt haben australische Forscher eine mögliche Ursache für vulkanische Mega-Eruptionen gefunden: gigantische Gesteins-"Blobs" tief im Inneren der Erde, wie sie in ihrer Studie schreiben.

Klumpen 100-mal höher als Mount Everest

Diese Kontinent-großen Klumpen liegen rund 2.000 Kilometer unter unseren Füßen, am Boden des Erdmantels über dem flüssigen Erdkern. Sie sind 100-mal höher als der Mount Everest und der Ursprung für heiße Gesteinsfontänen, die als Lava an die Oberfläche schießen.

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"Blobs" bewegen sich durch Erdmantel

"Diese Blobs (Akronym für Big LOwer-mantle Basal Structures, Anm.) existieren womöglich seit Hunderten Millionen Jahren", sagen Forscher der University of Wollongong. Ihre Studien zeigen: Die Klumpen sind schwerer und heißer als das umliegende Gestein und bewegen sich langsam durch den Mantel - etwa so schnell wie ein Haar im Monat wächst.

"Lutscher-artige" Strukturen

Mit Computersimulationen analysierte das Team die Mantelkonvektion über eine Milliarde Jahre. Dabei zeigte sich: Vulkanausbrüche treten oft an Stellen auf, die direkt über solchen "Blobs" liegen. Die Forscher sprechen von "Mantelplumes" - "Lutscher-artige Strukturen", die von den mysteriösen "Blobs" nach oben bis zur Kruste reichen.

Ursprung gewaltiger Ausbrüche

Weil niemand so tief bohren kann, greifen Geophysiker zu Tricks: Sie analysieren Erdbebenwellen - wie ein Arzt beim Ultraschall. Ihre Auswertung bekräftigt die Theorie, dass "Blobs" der Ursprung gewaltiger Ausbrüche sind, die Klimaveränderungen und sogar Massenaussterben auslösen können.

Fakt ist: Die "Blobs" geben weiter Rätsel auf - jetzt wollen Forscher ihre chemische Zusammensetzung entschlüsseln. Vielleicht steckt dort der Schlüssel zu künftigen Mega-Katastrophen.

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