Gruppensex im Rathaus? Was unglaublich klingt, hat sich in Mannheim tatsächlich zugetragen. Der Stadtrat Julien Ferrat (35) von der Wählervereinigung "Die Mannheimer" hatte bereits seit Wochen eine Swingerparty angekündigt ("Heute" hat berichtet).
Am vergangenen Freitag war es dann so weit: Aus einem geplanten kommunalpolitischen Stammtisch wurde eine "politische Swingerparty", wie Ferrat selbst mitteilte. Sieben Männer und zwei Frauen sollen an der Veranstaltung teilgenommen haben.
"Das war einfach die pragmatischste Lösung", erklärte der 35-Jährige laut TAG24. Der Raumantrag sei bereits genehmigt gewesen, die Raumgröße habe gepasst und die meisten ernsthaft Interessierten hätten an dem Tag Zeit gehabt.
Das Problem dabei: Die Stadtverwaltung hatte Ferrat ausdrücklich schriftlich darüber informiert, dass der für seine Tätigkeit reservierte Raum nicht für Nacktveranstaltungen oder Swinger-Partys genutzt werden darf.
Nun drohen dem Stadtrat Konsequenzen. Die Stadt wirft ihm eine "gröbliche Verletzung der gemeinderätlichen Treuepflicht" vor.
Der Gemeinderat muss nun entscheiden, ob Ferrat ein Ordnungsgeld oder andere Sanktionen auferlegt bekommt.
Bereits Anfang August hatte Ferrat seine Pläne öffentlich gemacht und wollte sogar einen Aufruf im Amtsblatt veröffentlichen – was die Stadt jedoch ablehnte.